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So hat Finanztest 11/2017 die Pflegezusatz – Tarife bewertet

Finanztest hat im November 2017 wieder einmal die Pflegezusatzversicherungen getestet. Berücksichtigt wurden 31 Pflegetagegeldtarife sowie 4 Pflegekostentarife. Bei den Pflegetagegeldversicherungen hat man sowohl die starren als auch die flexiblen Tarife getestet. Da eine Pflegekostenversicherung anders aufgebaut ist als eine Pflegetagegeldversicherung kann man diese nicht eins zu eins miteinander vergleichen. Im Test wurden lediglich Pflegekostenversicherungen aufgeführt bei denen mindestens eine Verdopplung der gesetzlichen Leistungen vorliegt.

Wie wurde getestet / bewertet?

Im Finanztest 11/2017 hat man das Leistungsniveau und die weiteren Vertragsbedingungen bewertet. Jedoch muss man die Ergebnisse mit Vorsicht betrachten, da das Leistungsniveau (Pflegegeld) mit 80% und die weiteren Vertragsbedingungen lediglich mit 20% gewichtet wurden.

Zu diesen Vertragsbedingungen zählt z.B.:

  • Dynamik – Erhöhung der Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung
  • Einmalzahlung – Zahlung bei erreichen eines Pflegegrades
  • Wartezeit nach Vertragsabschluss
  • Auslandsaufenthalt
  • Suchtkrankheiten
  • Hilfen / Unterstützungen – z.B. Vermittlung eines Pflegeheimplatzes
  • Klinikaufenthalte – Zahlung des Pflegegeldes bei Klinikaufenthalten

Wie man sieht handelt es sich bei den weiteren Vertragsbedingungen um wichtige Eckpfeiler einer Pflegetagegeldversicherung. Andere Bestandteile der Pflegetarife wurden gar nicht in die Bewertung einbezogen. So geht man im Finanztest nicht auf die Gesundheitsprüfung oder die Beitragsentwicklung ein. Dies sind jedoch sehr wichtige Bestandteile einer Pflegetagegeldversicherung. Für eine reelle Bewertung der Tarife sollten die Vertragsbedingungen in einem besseren Verhältnis zum Pflegemonatsgeld stehen.

Die Testergebnisse im Überblick – Finanztest 11/2017

Eintrittsalter 45 Jahre (Monatsbeitrag circa 56€)

Gesellschaft Tarif Finanztest Qualitätsurteil
Württembergische PTPU Sehr Gut (1,5)
Hanse Merkur PGA, PGS Sehr Gut (1,5)
Concordia PG1 – PG4 Gut (1,6)
DFV DeutschlandPflege Flex Gut (1,6)
DKV KPET Gut (1,6)
Allianz PZTB03 Gut (1,7)
R + V Pflege Premium PKU Gut (1,7)
Huk – Coburg PT Premium Gut (1,8)
Signal Iduna Pflege Top Gut (1,9)
LVM PZT Komfort Gut (2,0)
Arag IndividualPflege PIN Gut (2,1)
Inter QualiCare Gut (2,1)
BBKK PflegePrivat Premium Gut (2,2)
UKV PflegePrivat Premium Gut (2,2)
Hallesche Olgaflex Gut (2,3)
Pax-Familienvorsorge PT Premium Gut (2,3)
Barmenia PMD100 Befriedigend (2,6)
DEVK PT, PA Befriedigend (2,6)
Vigo PT Befriedigend (2,6)
AXA Pflegevorsorge Vario Befriedigend (2,7)
SDK PG1 – PG5 Befriedigend (2,8)
Gothaer MediPG Befriedigend (2,9)
Universa PTPremium Befriedigend (2,9)
Central PflegePlus Befriedigend (3,2)
Mecklenburgische ProMe Pflegeplus Befriedigend (3,2)
Alte Oldenburger Pflegeschutz Befriedigend (3,3)

Die Testergebnisse im Überblick – Finanztest 11/2017

Eintrittsalter 55 Jahre (Monatsbeitrag circa 87€)

Gesellschaft Tarif Finanztest Qualitätsurteil
DFV DeutschlandPflege Flex Gut (1,6)
DKV PTG Gut (1,6)
HanseMerkur PGA, PGS Gut (1,6)
Concordia PG1 – PG4 Gut (1,8)
Huk – Coburg PT Premium Gut (1,8)
Württembergische PTPU Gut (1,9)
LVM PZT Komfort Gut (2,1)
Allianz PZTB03 Gut (2,2)
Pax – Familienfürsorge PT Premium Gut (2,2)
R + V Pflege Premium PKU Gut (2,2)
BBKK PflegePrivat Premium Plus Gut (2,3)
Inter QualiCare Gut (2,3)
UKV PflegePrivat Premium Plus Gut (2,3)
Signal Iduna Pflege Top Gut (2,4)
Hallesche Olgaflex Gut (2,5)
AXA Vario Befriedigend (2,6)
Arag IndividualPflege PIN Befriedigend (2,7)
Vigo PT Befriedigend (2,7)
Barmenia PMD100 Befriedigend (2,8)
DEVK PT, PA Befriedigend (2,8)
SDK PG1 – PG5 Befriedigend (2,8)
Gothaer MediPG Befriedigend (2,9)
Universa PT Premium Befriedigend (3,1)
Alte Oldenburger PflegeSchutz Befriedigend (3,2)
Central PflegePlus Befriedigend (3,4)
Mecklenburgische ProMe PflegePlus Befriedigend (3,4)

Pflege Bahr – nicht empfehlenswert

Auch im Finanztest 11/2017 fallen die geförderten Pflege Bahr Versicherungen durch. Sie wurden im Finanztest 11/2017 nicht einmal berücksichtigt. Dies liegt gerade an den schlechten und unzureichenden Leistungen. So reichen die Leistungen, gerade in den Pflegegraden 1 – 3 (kommen am häufigsten vor) nicht aus um die Lücke zu schließen. Außerdem besteht die Gefahr von hohen Beitragsanpassungen. Die Pflegebedürftigen können nicht auf eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall zurückgreifen. Sie müssen somit immer den geforderten Beitrag bezahlen.

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