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Fallbeispiele zur Umrechnung der Pflegestufen in Pflegegrade

Da es ab 2015 ein neues Bewertungssystem in der Pflegeversicherung geben soll treten immer wieder Fragen auf. In den folgenden Fallbeispielen soll gezeigt werden, wie aktuelle Pflegestufen später einmal in Pflegegrade unterteilt werden. Es wird auch gezeigt, dass auch Personen ohne Pflegestufe, nach den neuen Bewertungskriterien einen der fünf Pflegegrade erhalten können.

Fallbeispiele zur Einteilung in die verschiedenen Pflegegrade

Aktuelle Pflegestufe Personen
ohne eingeschränkte
Alltagskompetenz
Personen
mit eingeschränkter
Alltagskompetenz
Anzahl der Probanden Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad Anzahl der Probanden
Einteilung in den jeweiligen Pflegegrad
Keine Pflegestufe 6 0 – 0 – 1 – 1 – 1 – 2 5 2 – 2 – 3 – 3 – 3
1 6 1 – 1 – 2 – 2 – 2 – 2 8 2 – 2 – 3 – 3 – 3 – 3 – 3 – 3
2 7 2 – 2 – 3 – 3 – 3 – 4 – 4 7 4 – 4 – 4 – 4 – 4 – 4 – 4
3 3 3 – 4 – 4 6 4 – 4 – 4 – 5 – 5 – 5

(Quelle: BMG Abschlussbericht Pflegegrade http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/P/Pflegebeduerftigkeitsbegriff/Materialen/Abschlussbericht_PBB_IPW_MDKWL_2013.pdf)

Kurze Erklärung zum besseren Verständnis der Tabelle:

In der Tabelle wird gezeigt, wie die verschiedenen Testpersonen in die neuen Pflegegrade eingeteilt werden. Wenn laut Tabelle also 6 Personen aktuell die Pflegestufe 1 haben werden nach der neuen Einteilung zwei der Personen dem Pflegegrad 1 und die übrigen 4 Personen dem Pflegegrad 2 zugeteilt.

Die obige Tabelle zeigt die Ergebnisse einer Test Studie der neuen Pflegegrade. Sinn der Studie war es, zu testen in welche Pflegegrade bestimmt Personen mit oder ohne eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft werden. Es wird deutlich, dass gerade Probanden mit eingeschränkter Alltagskompetenz leichter in höhere Pflegegrade gelangen als Probanden ohne eingeschränkte Alltagskompetenz. Anhand dieser Tabelle wird also deutlich, dass das Ziel der neuen Pflegegrade erreicht wird. So bekommen Personen mit kognitiven Störungen (psychische Krankheiten wie Demenz) offensichtlich deutlich höhere Pflegegrade als zuvor.

Das neue Bewertungssystem der Pflegegrade ermöglicht es somit Menschen mit Demenz mehr Pflegeleistungen zu beziehen als es momentan möglich ist. Die Grundpflege ist bei dem neuen Bewertungssystem nicht mehr so stark gewichtetet wie bei den aktuellen Pflegestufen. Somit erfolgt die Einstufung in die einzelnen Pflegegrade auch komplett anders wie bei dem aktuellem Modell der 3 Pflegestufen. Die Einteilung in die einzelnen Pflegegrade wird aller Voraussicht nach wieder durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen) erfolgen.

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