Go to Top

Eigenschaften + Vor- und Nachteile einer Pflegerentenversicherung

Pflegerentenversicherung: Pflegerisiko-Absicherung de Luxe

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen, die sich kaum mehr selbst versorgen können, steigt. Die Arbeit professioneller Pflegekräfte oder die Unterbringung in einem Heim kann monatlich bis zu 4.000 Euro verschlingen. Davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung maximal 1.612 Euro. Den Rest bezahlen Sie aus eigener Tasche. Schließen Sie die Versorgungslücke mit einer Pflegerentenversicherung. Hier erfahren Sie alles Notwendige und wie Sie schnurstracks den richtigen Anbieter finden.

Warum Sie Ihr Pflegerisiko mit einer Pflegerentenversicherung absichern sollten?

Die Anbieter der Pflegerentenversicherung - Vergleichsrechner

Seit Einführung der Pflegeversicherung von 1995 wächst die Zahl der Pflegefälle stetig. Zugleich steigen die Prämien, aber dafür sinkt das  Leistungsniveau zunehmend.

Es wird künftig nicht besser. Das statistische Landesamt für Bevölkerungsentwicklung erwartet einen extremen Anstieg pflegebedürftiger Menschen und verweist auf eine Modellrechnung.

Die Entwicklung seit 2003 deutet es schon an: Bis 2050 wird sich die Zahl der Pflegefälle im Alter von 75 Jahren auf über 130.000 Senioren verdoppeln. Schon heute wird jeder dritte Pflegefall in einem Heim versorgt und durchschnittlich 5 Jahre gepflegt.

 Bereits jetzt sprengen die Kosten das Budget der gesetzlichen Pflegeversicherung

– mit oft erschreckenden Resultaten:

  •  Mangelnde Lebensqualität, weil die Pflege aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht optimal ausgeführt werden kann.
  • Die Familienmitglieder fühlen sich meist überfordert und hilflos.

Auch in jüngeren Generationen gibt es immer wieder einen Pflegefall. Pro Jahr sind es etwa 30.000 Menschen, die schon vor dem 60. Lebensjahr pflegebedürftig werden. Bereits 3 Prozent von ihnen werden langfristig stationär gepflegt. So ist davon auszugehen, dass möglicherweise immer weniger jüngere Menschen die staatlichen Pflegekassen füllen, um für ältere Generationen ein finanzielles Polster zu schaffen.

Beachten Sie!

Die Kosten, welche die gesetzliche Pflegeversicherung nicht übernimmt, müssen Sie  selbst  tragen. Sind Sie dazu nicht mehr in der Lage, müssen Ihr Ehepartner und Ihre Kindern bezahlen. Oft brauchen sie dabei das Familienvermögen auf.

Sichern Sie sich deshalb möglichst früh mit einer Pflegerentenversicherung ab, um mit einer Pflegerente:

  • nicht auf das Sozialamt angewiesen zu sein.
  • auch bei Pflegebedürftigkeit finanzielle Freiräume für ein lebenswertes Leben zu haben.
  • noch von günstigen Konditionen zu profitieren.
  • nicht wegen bestehender Erkrankungen abgelehnt zu werden.

Pflegerentenversicherung: Definition und Leistungsumfang

Die Pflegerentenversicherung ist eine ungeförderte private  Pflegezusatzversicherung, die Ihnen gegen eine monatliche Prämie oder eines Einmalbetrages eine lebenslange Pflegerente zahlt. Sie wird von Lebensversicherungen angeboten.

Zusätzlich zur Pflegerente können Sie Ihren Versicherungsschutz um eine Todesfallleistung und Altersrente ab dem 80.Lebensjahr erweitern.

Ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit bekommen Sie eine festgelegte Pflegerente abhängig von Ihrer Pflegestufe ausbezahlt. In der Regel können Sie eine monatliche Pflegerente zwischen 250 Euro und 3.000 Euro wählen.

Sie gelten als pflegebedürftig, wenn Sie wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Erkrankungen und Behinderungen bei täglich wiederkehrenden Aufgaben für mindestens sechs Monate Hilfe benötigen.

Sie erhalten die Leistung je nach Wunsch

  •  entweder als lebenslange monatliche Pflegerente
  • oder als Einmalzahlung

ausbezahlt.

Die Höhe der Pflegerente ergibt sich aus dem festgelegten Betrag und der attestierten Pflegebedürftigkeit.

Derzeit sind es meistens

  • 100% in Pflegestufe III
  • 50 % in Pflegestufe II
  • 25 % in Pflegestufe I

Beachten Sie:

Eine neue Pflegereform stellt das System der vier Pflegestufen auf fünf Pflegegrade um und integriert die  Leistungen für Demenzkranke. Ihr Versicherungsschutz wird dadurch nicht tangiert. Bestehende Pflegezusatzversicherungen werden an die neuen Pflegegrade angepasst.

Ihre Beitragshöhe bestimmt sich nach

  • der Höhe Ihrer gewünschten Pflegerente
  • Ihres Eintrittsalters
  • Ihrem  etwaigen Risikozuschlag

-)Finden Sie jetzt mit unserem Vergleichsrechner die leistungsstärksten Angebote.

Was ist vorteilhafter? Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung

Im Rahmen der Pflegezusatzversicherung können Sie zwischen der Pflegerenten- und einer Pflegetagegeldversicherung wählen.

Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie sich lieber für eine Pflegetagegeldversicherung!

Hintergrund 1: Die Pflegerente ist bei gleichen Leistungen 75-125% teurer als die Pflegetagegeldversicherung und damit reiner Luxus.

Preistreiber sind

  • die Kombination der Pflegerentenversicherung aus Sparvertrag + Pflegerisikoabsicherung: Ein Teil des Beitrages wird wie in einer kapitalbildenden Lebensversicherung aktuell zu einem Garantiezins von 1,25 % angelegt und ausbezahlt.
  • die Möglichkeit, Ihre Beitragszahlung auszusetzen und den Versicherungsschutz – zumindest abgespeckt – zu behalten.
  • das Wahlrecht bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit -anhand der Pflegestufen in der gesetzlichen Rentenversicherung. -oder nach den sogenannten ADLs, Aktivitäten des täglichen Lebens  wie Körperpflege, Aufstehen oder Essen.

Können Sie mindestens drei ADLs nicht mehr ohne Hilfe durchführen, gelten Sie als pflegebedürftig. Im Gegensatz zu den Pflegestufen zählt nicht, wie viel Zeit die Pflegekraft für Ihre Pflege aufwenden muss.

  • der Wegfall der Beitragszahlungspflicht ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit.

Hintergrund 2: Versteckte Anpassung Ihrer Pflegerenten – Beiträge

So argumentieren viele Vermittler:

Die Beiträge bleiben über die komplette Laufzeit stabil. Bei der Pflegetagegeldversicherung dagegen können die Beiträge sogar jährlich angepasst werden.

Jedoch stimmt das überhaupt nicht!

Auch die Pflegerentenversicherung kann Ihre Beiträge anpassen, ohne dass Sie es überhaupt mitbekommen. Liegt die Schadensquote über Plan, wird heimlich der im Beitrag enthaltene Sparanteil verringert, damit mehr Kapital für die Absicherung zur Verfügung steht.

Unsere Erfahrungen:

Seitdem es die ersten Pflegezusatzpolicen auf dem Markt gibt, wurden die Beiträge  in der Pflegetagegeld- und Pflegerentenversicherung kaum angepasst.

Nur einzelne kleine Versicherungsunternehmen mit sehr lockeren Gesundheitsfragen mussten aufgrund steigender Schadensquoten ihre Beiträge anpassen. Große Unternehmen mit vielen Versicherten und einer ordentlichen Gesundheitsprüfung haben die Beiträge sogar gesenkt.

Unser Tipp:

Schließen Sie die kostengünstigere Pflegetagegeldversicherung ab. Legen Sie  das Geld, was die Pflegerente mehr gekostet hätte,  selber bei Seite!

So können Sie im Gegensatz zur Pflegerentenversicherung jeder Zeit über Ihr angespartes Kapital frei verfügen.

Hintergrund 3. Strenge Gesundheitsfragen der Pflegerentenversicherer

Wegen des geringeren Umfangs der Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung haben auch ältere bessere Chancen, noch einen bezahlbaren Schutz zu bekommen.

Pflegerentenversicherer dagegen fragen besonders nach Behandlungen wegen Diabetes, Rheuma, Bluthochdruck oder psychischen Erkrankungen. Ernsthaft erkrankte Menschen bekommen oft keinen Versicherungsschutz mehr.

Mit unserem Vergleichsrechner schnurstracks zum richtigen Anbieter

Mit unserem Vergleichsrechner finden Sie schnell und bequem anhand Ihrer Bedürfnisse  den richtigen Anbieter für Ihre Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung.

Dabei enthüllt unser Vergleichsrechner folgende wichtige Informationen:

  • den Leistungsumfang der einzelnen Tarife
  • die Angebote von Versicherungsgesellschaften, die in beiden Versicherungsarten keinen gesonderten Nachweis über den Grad der Pflegebedürftigkeit fordern, sondern die Untersuchungsergebnisse des medizinischen Dienstes der Krankenversicherer akzeptieren.

-)Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner für Ihren individuellen Vergleich einer Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung.

Was Sie bei der Auswahl des Anbieters beachten sollten

  •  Rückkaufwert: Manche Tarife enthalten einen Rückkaufwert, manche auch nicht.
  • Wartezeit: Manche Tarife sehen eine Wartezeit von bis zu 12 Jahren vor. Lange Wartezeiten empfehlen sich nicht bei höherem Eintrittsalter. Je älter der Versicherungsnehmer ist, desto höher das Risiko der Pflegebedürftigkeit.
  • Achtung bei Angeboten mit „vereinfachter Gesund­heits­prüfung“: Prüfen Sie, ob Sie ausreichend garan­tierte Leistungen in allen drei Pfle­gestufen enthalten und es längere Warte­zeiten gibt, bevor Sie Leistungen aus der Versicherung bekommen.

Pflegerentenversicherung wirksam kündigen

Kündigen Sie Ihre alte Versicherung erst, nachdem Sie einen neuen Vertrag haben. So bleiben Sie nicht ohne Versicherungsschutz.

Die Pflegerentenversicherung wird meistens mit unbefristeter Laufzeit abgeschlossen. Im Rahmen Ihres ordentlichen Kündigungsrechts dürfen Sie die Versicherung mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.

Jedoch sehen viele Versicherer eine Mindestvertragsdauer von drei Jahren vor. In diesen Fällen können Sie erst zum Ende des dritten Versicherungsjahres kündigen.

Sofern Ihr derzeitiger Versicherer die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig die Leistungen zu verbessern, dürfen Sie außerordentlich kündigen. Erklären Sie Ihre Kündigung binnen eines Monats nach Eingang der Beitragserhöhung zum Zeitpunkt, an dem  die Beitragserhöhung wirksam wird.

Erklären Sie Ihre Kündigung immer schriftlich und fristgerecht. Schicken Sie Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein, um den fristgerechten Eingang problemlos zu beweisen.

Jeder vierte Rentner kann heutzutage allein von seiner Rente kaum noch leben. Hinzu kommt die wachsende Zahl der pflegebedürftigen Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nur schwer oder gar nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Damit sind immense Kosten verbunden.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+