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Private Pflegeversicherung Tarife vergleichen

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung keinesfalls ausreichen, um den steigenden Bedarf einer alternden Gesellschaft zu decken. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, über den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung nachzudenken. Solch eine Versicherung wird von nahezu allen deutschen oder ausländischen Versicherungsgesellschaften angeboten und kann unterteilt werden in die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegerentenversicherung und die Pflegekostenversicherung. Vor der Entscheidung für eine private Pflegeversicherung wäre es sehr wichtig, einen Pflegeversicherung Vergleich durchzuführen. Er dauert nur wenige Minuten und liefert dennoch ein zuverlässiges Ergebnis. Dazu steht ein Vergleichsrechner bereit, der auch von Personen, die über keinerlei Erfahrung in diesem Bereich verfügen, sehr leicht bedient werden kann.

Pflegeversicherung vergleichen

Wenn Sie die Pflegeversicherung vergleichen möchten, müssen Sie Ihr Geburtsdatum, die gewünschte Absicherung pro Pflegegrad und die gewünschte Tarifvariante in unseren Vergleichsrechner eingeben. Anschließend erhalten Sie verschiedene Vorschläge für eine private Pflegeversicherung, die möglichst genau Ihren Vorstellungen entspricht. Die private Pflegeversicherung kann unterteilt werden in die Pflege-Bahr-Tarife und verschiedene Normaltarife, die keinerlei staatliche Förderung erfahren. Pflege-Bahr ist die Bezeichnung für alle Tarife, die grundsätzlich förderfähig sind. Sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen, können Sie einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 5 Euro oder einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro erhalten. Dies setzt voraus, dass Sie eine Pflegetagegeldversicherung mit einem monatlichen Mindestbeitrag von 10 Euro oder einen jährlichen Mindestbeitrag von 120 Euro abschließen. Ist die passende Pflegeversicherung gefunden, können Sie sich nach dem Pflegeversicherung Vergleich direkt ein Angebot sowie Antrag anfordern. Dies erhalten Sie dann wunschgemäß per Email oder Post.

Gesetzliche und private Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung wurde im Jahre 1995 eingeführt. Sinn und Zweck der gesetzlichen Pflegeversicherung ist es, allen Personen, die Mitglied der gesetzlichen Krankenkassen sind und die im Alter oder zu einem früheren Zeitpunkt pflegebedürftig werden, eine ausreichende finanzielle Absicherung und umfassende Serviceleistungen zu gewähren. Dieses Vorhaben konnte allerdings nur teilweise erfüllt werden, da ein Finanzierungsloch in der gesetzlichen Pflegeversicherung klafft, welches im Laufe der Zeit immer größer geworden ist. Hier setzt die private Pflegeversicherung an. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Finanzierungsloch ganz oder teilweise zu schließen. Der Staat möchte diese Entwicklung ganz bewusst fördern. Dies ist der wesentliche Grund, warum im Jahre 2013 der Pflege-Bahr eingeführt wurde. Um die Leistungen besser koordinieren und bedarfsgerecht verteilen zu können, wurden im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung fünf Pflegegrade geschaffen, die auch für die private Pflegeversicherung bindend sind. Jede pflegebedürftige Person wird in einen der fünf Pflegegrade eingeteilt. Die Einteilung findet nach dem Begutachtungsassesment (NBA) statt. Diese beinhaltet 6 verschiedene Module, welche die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person beurteilen. In jedem Modul werden Punkte vergeben und am Ende addiert. Je höher die Summe aller addierten Modulpunkte, desto stärker ist die Selbständigkeit beeinträchtigt und desto höher fällt der Pflegegrad für die pflegebedürftige Person aus. Im folgenden finden Sie die Punkte die durch die Module bewertet werden:

Modul Bewertungskriterium
1 Ihre Mobilität
2 Ihre kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten
3 Ihre Verhaltensweisen und psychischen Probleme
4 Selbstversorgung
5 selbstständige Bewältigung krankheits- oder therapiebedingter Anforderungen
6 Alltagsleben und soziale Kontakte
PG 1* PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Entlastungsbetrag für Hilfe im Haushalt 125 € 125 € 125 € 125 € 125 €
Geldleistungen für Angehörige 316 € 545 € 728 € 901 €
ambulante Sachleistungen für Pflegedienst 689 € 1298 € 1612 € 1995 €
Leistungsbetrag für Heimpflege 125 € 770 € 1262 € 1775 € 2005 €

*PG = Pflegegrad

Eigenschaften der privaten Pflegeversicherung

Ein Pflegeversicherung Vergleich muss nicht auf die private Pflegetagegeldversicherung beschränkt bleiben, sondern kann auf die Pflegerenten- und die Pflegekostenversicherung erweitert werden. Die Pflegerentenversicherung ist vergleichbar mit einer Kapital-Lebensversicherung, die sich nur auf den Pflegefall bezieht. Tritt der Versicherungsfall ein, wird eine monatliche Rente gezahlt, die zur freien Verfügung steht und deren Höhe bei Versicherungsabschluss festgelegt werden kann. Eine Pflegerentenversicherung ist deutlich teurer als eine Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung. Dafür werden aber auch mehr Leistungen gewährt. Die Pflegekostenversicherung soll alle Kosten abdecken, die durch die ambulante oder die stationäre Pflege entstehen. Die Pflegetagegeldversicherung, welche am häufigsten abgeschlossen wird und am preiswertesten ist, gewährt je nach Pflegegrad ein individuelles Pflegetagegeld, dessen Höhe vorher festgelegt wird. Bevor Sie eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • volle Leistungen bei der Pflege durch Angehörige
  • Einmalzahlung bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit
  • Nachversicherungsgarantie bei gesetzlichen Änderungen
  • Dynamisierung im Leistungsfall
  • Verzicht auf Warten- oder Karenzzeiten.

Vorteile der privaten Pflegeversicherung

Wenn Sie eine private Pflegeversicherung abschließen, haben Sie die Gewähr, dass Sie im Pflegefall umfassend abgesichert sind. Oftmals liegen die finanziellen Unterstützungsleistungen deutlich über den Beträgen, die die gesetzliche Pflegeversicherung zahlen kann. Dies gilt auch für den Fall, dass die Pflege ganz oder teilweise von den nahen Angehörigen durchgeführt wird. Viele Personen wünschen sich diese Variante. Allein mit den gesetzlichen Pflegeversicherungsleistungen ist sie allerdings nur schwer zu realisieren. Eine professionelle Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung deutlich besser bezahlt als eine Pflege durch Angehörige. Außerdem sind die Leistungen der privaten Pflegeversicherung meist frei verfügbar. Kaum eine Versicherungsgesellschaft verlangt, dass die pflegebedürftigen Personen oder ihre Angehörigen einen Verwendungsnachweis vorlegen (Ausnahme: Pflegekostenversicherung). Bei einer privaten Pflegeversicherung kann der Geldbetrag, der pro Pflegegrad ausgezahlt wird, nach Bedarf gestaffelt werden. Höhere Leistungen schlagen sich in höheren Beiträgen nieder. Im Gegensatz zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie viel Geld er investieren möchte und was ihm eine gute Pflege im Alter, nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung wert ist. Über den Abschluss einer Pflegeversicherung sollte nicht erst im Alter, sondern möglichst frühzeitig nachgedacht werden. Dies hat einerseits den Vorteil, dass das Pflegerisiko sofort oder nach einer geringen Wartezeit abgesichert ist und andererseits, dass die Beiträge noch relativ gering sind. Für die Festlegung der monatlichen oder jährlichen Beiträge zur privaten Pflegeversicherung ist das Einstiegsalter maßgebend. Wer erst kurz vor der Rente oder zu einem späteren Zeitpunkt eine private Pflegeversicherung abschließt, muss mit deutlich höheren Beiträgen rechnen, da das Risiko, in naher Zukunft pflegebedürftig zu werden, deutlich höher als bei jungen Leuten ist.

 

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