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Sinn von Alterungsrückstellungen in der Pflegeversicherung

Altersrückstellungen nutzt man im Bereich der privaten Kranken- bzw. Pflegeversicherungen. Der monatliche Beitrag einer Pflegeversicherung ist abhängig vom Alter der Versicherten Person. Wenn die versicherte Person relativ jung ist sind die Beiträge niedrig. Mit steigendem Alter steigen jedoch die monatlichen Beiträge. Genau aus diesem Grund nutzt man das Prinzip der Altersrückstellungen. Altersrückstellungen sorgen dafür, dass der Fakt des älterwerdens nicht automatisch zu steigenden Beiträgen führt. Dies wird durch eine zeitliche Verschiebung der Monatsbeiträge verwirklicht.

Altersrückstellung Pflegeversicherung

Wie berechnen sich die Alterungsrückstellungen?

Die Anbieter einer Pflegeversicherung haben für Ihre Tarife Beitragstabellen. In diesen Beitragstabellen sind die Beiträge für die verschiedenen Altersgruppen festgehalten. Wenn man sich für eine Altersrückstellung in der Pflegeversicherung entscheidet wird von der Versicherungsgesellschaft ein durchschnittlicher Versicherungsbeitrag ermittelt. Diesen Beitrag zahlt man dann von Anfang der Versicherungslaufzeit. Somit zahlt man in jungen Jahren mehr, als man eigentlich müsste. Im Alter ist der Beitrag dann im Vergleich zu den tatsächlich verursachten Kosten niedriger, da nun die angesammelten Rückstellungen dieses Defizit ausgleichen.

Übertragbarkeit von Alterungsrückstellungen

Bis 2008 konnten keine Alterungsrückstellungen übertragen werden. Wenn man also die Versicherungsgesellschaft wechselte mussten neue Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Seit 01. Januar 2009 ist die Übertragung von Alterungsrückstellungen teilweise möglich. Bei einem Tarifwechsel innerhalb eines Unternehmens kann die Alterungsrückstellung im vollen Umfang übernommen werden. Bei einem Wechsel des Versicherungsunternehmens kann die Alterungsrückstellung in Höhe des „Basistarifes“ überschrieben werden.

Dies ist im Bereich der privaten Krankenversicherungen geläufiger, da Pflegeversicherungen im Normalfall Lebenslang laufen.

Ziel einer Alterungsrückstellung

Das Ziel einer Altersrückstellung ist es, den Versicherten stark schwankende Beiträge zu ersparen. Man kann also sagen, dass die Alterungsrückstellung eine Zeitausgleichsfunktion übernimmt, da die Beiträge in jungen Jahren höher und im Alter niedriger sind.

Verträge bei denen es keine Alterungsrückstellung gibt werden von Jahr zu Jahr teurer. So spart man in jungen Jahren, muss jedoch im Alter umso höhere Beiträge in der zusätzlichen Pflegeversicherung zahlen.

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