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Private Pflegezusatzversicherung vergleichen

Die Gesellschaft in Deutschland wird immer älter. Nach den Vorausschätzungen zur Bevölkerungsentwicklung wird die Anzahl von Personen im Alter von mindestens 66 Jahren bis 2050 um über 6 Mio. auf dann rund 23 Mio. ansteigen. Aktuell beziehen etwa 2,5 Mio. Menschen jeden Monat Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Anhand dieser Zahlen ist ersichtlich, dass die gesetzliche Pflegeversicherung in naher Zukunft erheblich größere Ausgaben haben wird. Aus diesem Grund ist es wichtig eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Durch eine private Absicherung ist man zumindest gegen die finanzielle Belastung einer Pflege abgesichert.

Gerade bei der Altersvorsorge sind die meisten Menschen unsicher. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der 3 verschiedenen Varianten einer Pflegezusatzversicherung. Die Varianten wurden von uns mit verschiedenen Noten versehen. Anhand dieser Noten sollen die Leistungen verdeutlicht werden. Die Absicherungsvariante mit der 1 ist als die beste Absicherungsvariante anzusehen.

Die Arten der Pflegezusatzversicherung

Leistungen in der Pflegezusatzversicherung Pflegetagegeld Kobintarife (Pflegebahr + Pflegetagegeld) Pflegebahr
Absicherungshöhe in jeder Pflegestufe frei wählbar? JA Teilweise NEIN, meist nur 600€ in Pflegestufe 3
Beitragsbefreiung im Leistungsfall? JA Teilweise NEIN
Wartezeiten? 0-3 Jahre 0 – 3 Jahre generell 5 Jahre
Stabile Beitragsentwicklung? JA Ungewiss Risiko: keine Gesundheitsfragen = hohe Schadensquote
Förderfähig? NEIN JA JA
Werden Gesundheitsfragen gestellt? JA JA NEIN
Gesamtnote: 1+ 3 5

 

Unser Tipp: Pflegezusatzversicherung Vergleich!

Wer auch im Falle einer Pflege kein zusätzliches finanzielles Risiko eingehen möchte sollte einen unabhängigen Vergleich durchführen. Durch einen Vergleich der verschiedenen Pflegezusatzversicherungen kann man die persönlich besten Tarife mit den besten Leistungen finden. Außerdem sieht man alle Vor- und Nachteile der einzelnen Verträge. Durch einen Vergleich stehen Ihnen sämtliche Informationen zur Verfügung. Mit den neu gewonnen Informationen sollte man sich dann mit der Frau, Familie oder den zu betreuenden Angehörigen auseinander setzen und über eine eventuelle zusätzliche Absicherung nachdenken.

Wann eine Pflegebedürftigkeit vorliegt

Pflegebedürftig ist nach dem Sozialgesetzbuch, wer “wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe” bedarf. Zu den alltäglichen Verrichtungen gehören

Mobilität, d.h. Gehen und Stehen, An- und Auskleiden, Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
Ernährung, d.h. Nahrungsaufnahme, mundgerechte Essenszubereitung (ohne Kochen)
Körperpflege, d.h. Toilettengang, Rasieren, Frisieren, Zahnpflege, Baden, Duschen, Waschen
Hauswirtschaft, d.h. Heizen, Waschen, Putzen, Kochen, Einkaufen

Die unterschiedlichen Pflegestufen

Die Leistungen werden von der gesetzlichen Pflegeversicherung in drei unterschiedlichen Pflegestufen unterteilt. Der Bedarf an fremder Hilfe zur Durchführung der oben genannten Verrichtungen entscheidet über die Pflegestufe. Dabei beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) damit, den zeitlichen Aufwand einschließlich der Häufigkeit des Pflegebedarfs pro Tag und Woche zu ermitteln.

– Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig)
Täglicher Zeitaufwand für die Pflege von mind. 90 Minuten, davon mind. 45 Minuten für die Grundpflege

– Pflegestufe II (schwer pflegebedürftig)
Täglicher Zeitaufwand für die Pflege von drei Stunden, davon mind. zwei Stunden für die Grundpflege

– Pflegestufe III (schwerstpflegebedürftig)
Täglicher Zeitaufwand für die Pflege von fünf Stunden, davon mind. vier Stunden für die Grundpflege

Im Falle eines außergewöhnlich hohen Pflegeaufwandes kann die Einstufung als Härtefall erfolgen. Voraussetzung hierfür ist ein täglicher Zeitaufwand für die Pflege von mind. sechs Stunden, hiervon mind. dreimal in der Nacht. Ferner ist die Pflege auch nachts nur durch mehrere Pflegekräfte möglich.

Neben den drei definierten Pflegestufen erbringt die Pflegekasse auch dann Leistungen, wenn eine Erkrankung die Alltagskompetenz stark einschränkt, jedoch das Ausmaß der Pflegestufe I nicht erreicht. Deshalb wird oft von der Pflegestufe 0 gesprochen. Zumeist werden Menschen mit geistigen Behinderungen oder demenzbedingten Fähigkeitsstörungen dieser Pflegestufe zugeordnet. Deshalb achten Sie bitte bei der Auswahl einer Pflegezusatzversicherung auch auf eine entsprechende Demenzleistung in Pflegestufe 0.

Betroffene können zwischen verschiedenen Pflegeformen wählen

Die gesetzlichen Leistungen unterscheiden sich in ihrer Höhe in Abhängigkeit der Pflegeform, wobei hier zwischen häuslicher und stationärer Pflege unterschieden wird. Möchten Sie in Ihrer vertrauten Umgebung bleiben, können Sie sich im Alltag entweder von Familienangehörigen oder auch von einem ambulanten Pflegedienst unterstützen lassen. Die Kosten professioneller Pflegekräfte fallen sehr hoch aus und können je Pflegeaufwand weit über 1.000 Euro im Monat betragen. Das monatliche Pflegegeld beläuft sich je nach Pflegestufe auf maximal:

Häusliche Pflege Häusliche Pflege / Pflegesachleistungen
Teilstationäre Pflege Vollstationäre Pflege
Durch Angehörige, Ehrenamtliche Helfer Bsp: Ambulanter Dienst Bsp: Zeitweise Betreuung in einer Pflegeeinrichtung Bsp.: Pflegeheim
Pflegestufe Pflegegeld mit Demenz Pflegegeld mit Demenz Pflegegeld mit Demenz Pflegegeld mit Demenz
0  0,-€ 123,-€  0,-€ 231,-€ 0,-€ 231,-€  0,-€ 0,-€
I 244,-€ 316,-€ 468,-€ 689,-€ 468,-€ 689,-€ 1064,-€ 1064,-€
II 458,-€ 545,-€ 1144,-€ 1298,-€ 1144,-€ 1298,-€ 1330,-€ 1330,-€
III 728,-€ 728,-€ 1612,-€  1612,-€ 1612,-€ 1612,-€ 1612,-€ 1612,-€
Härtefall 1995,-€ 1995,-€ 1995,-€ 1995,-€

Darüber hinaus können Sie auch Bedarfsleistungen wie Zuschüsse für die Verhinderungspflege oder Wohnungsumbauten beantragen.

Erhebliche Deckungslücken führen zu hohen Eigenbeteiligungen

Neben der häuslichen Pflege können sich Betroffene auch in einem Heim betreuen lassen. Doch ein Platz in einer vollstationären Einrichtung ist sehr teuer und kostet monatlich zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen selbst bei Pflegestufe III bei Weitem nicht aus, um eine volle Kostendeckung zu erreichen. Welche finanzielle Lücke pro Monat entsteht und wie hoch der eigene Anteil ausfällt, hat das Bundesministerium für Gesundheit ermittelt:

monatliche Deckungslücke der gesetzlichen Pflegeversicherung
Pflege Zuhause Pflege in einem Pflegeheim
Pflegestufe 1 ca. 500 Euro ca. 700 Euro
Pflegestufe 2 ca. 1200 Euro ca. 900 Euro
Pflegestufe 3 ca. 2200 Euro ca. 1200 Euro

 

Die drei Arten einer Pflegezusatzversicherung

- Pflegetagegeldversicherung

Hierbei erhalten Sie für jeden Tag ein Pflegegeld in vereinbarter Höhe. Über dieses Geld können Sie frei verfügen und somit selbst entscheiden, ob Sie dieses für die Unterbringung im Heim oder für eine Haushaltshilfe einsetzen möchten. Die Kosten können Sie eigenverantwortlich begleichen, ohne hierüber einen Nachweis erbringen zu müssen. In aller Regel wird das Pflegetagegeld sowohl bei stationärer wie auch ambulanter Pflege bezahlt. Weil dies jedoch nicht bei allen Tarifen grundsätzlich der Fall ist, ist ein Vergleich der Angebote einer Pflegezusatzversicherung ratsam. Je nach Pflegezusatz kann auch eine Dynamik mit vereinbart werden, durch welche sich Beitrag und Leistungen später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Auch unter diesem Aspekt ist es durchaus sinnvoll, unterschiedliche Tarife mit einem Vergleichsrechner zu vergleichen. Zu beachten ist, dass die Beiträge bei dieser privaten Vorsorge steigen können, sollten die kalkulierten Beiträge aufgrund steigender Pflegeausgaben für den Versicherer nicht mehr auskömmlich sein.

- Pflegekostenversicherung

Mit dieser Pflegezusatz können Sie die Leistungen der Pflegekasse erhöhen und hierfür einen Satz zwischen 20 und 200% festlegen. Möchten Sie anfallende Kosten erstattet bekommen, müssen Sie zuvor diese explizit nachweisen können. Im Vergleich zur Pflegetagegeldversicherung ist die Pflegekostenversicherung zwar etwas günstiger. Allerdings sind die Leistungen dieser Pflegezusatz oftmals auf den Leistungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung begrenzt. Demzufolge werden bei professioneller Pflege nicht selten nur geringe Kosten abgedeckt. Einige Tarife sehen bei Pflege durch Angehörige sogar überhaupt keine Zuzahlungen vor. Inwiefern sich die Angebote unterscheiden, können Sie mit einem Vergleichsrechner ermitteln. Dabei lassen sich alle wichtigen Kriterien vergleichen. Auch bei dieser privaten Pflegezusatzversicherung können die Beiträge im Alter steigen, wenn die Ausgaben über den Schätzungen des Versicherers liegen.

- Pflegerentenversicherung

Diese Pflegezusatz garantiert gleichbleibende Beiträge über die gesamte Laufzeit. Sie erhalten im Pflegefall einen Rentenbetrag, den Sie vor Vertragsabschluss vereinbart hatten. Darüber hinaus entfällt die weitere Beitragszahlung. Die Leistungen sind von den tatsächlichen Kosten losgelöst, so dass Sie den Rentenbetrag flexibel einsetzen können. Eine Dynamik können Sie auch bei dieser Pflegezusatz vereinbaren. Die Pflegerentenversicherung ist im Vergleich zur Pflegtagegeldversicherung teurer. Zudem müssen Sie vor Vertragsabschluss sehr umfangreiche Gesundheitsfragen beantworten. Nutzen Sie den Vergleichsrechner um die Angebote miteinander zu vergleichen. Ein Vergleich der Pflegezusatz mittels Vergleichsrechner deckt alle relevanten Unterschiede auf.

Weshalb ein Pflegezusatzversicherung Vergleich zu empfehlen ist

Vielfalt kennzeichnet das große Angebot an Pflegezusatzversicherungen. Aufgrund der großen Anzahl an Versicherungsgesellschaften und Tarifen ist es ohne Vergleichsrechner nicht einfach, die beste Pflegezusatz zu finden. Dabei ist ein Vergleich unbedingt angeraten, sind doch die Tarifunterschiede teilweise beträchtlich. Obwohl etwa die meisten Pflegebedürftigen in Pflegestufe I eingestuft werden, zeigt ein Vergleich, dass einige Tarife erst ab Pflegestufe II oder III leisten. Darüber hinaus sehen viele Angebote keine Leistungen bei Demenz vor und das, obwohl heutzutage rund 1,4 Mio. demenziell erkrankte Menschen in Deutschland leben. Der Versicherer sollte Sie zudem im Pflegefall von der Beitragszahlung befreien, idealerweise bereits ab Pflegestufe I. Doch auch unter diesem Gesichtspunkt gibt es große Unterschiede, weshalb Sie mit einem Vergleichsrechner unbedingt mehrere Tarife vergleichen sollten. Entscheiden Sie sich für einen Tarif ohne Wartezeit, stehen Ihnen die Leistungen der Pflegezusatz sofort nach Vertragsabschluss zur Verfügung.

Vom Pflege- zum Sozialfall!

Für Betroffene aber auch für Angehörige geht die Pflegebedürftigkeit mit enormen psychischen, physischen sowie finanziellen Belastungen einher. Wer sich hierbei ausschließlich auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlässt, wird im Pflegefall mit sehr hohen Zuzahlungen rechnen müssen. Denn die Absicherung per Gesetz versteht sich als eine Grundversorgung die keineswegs den Anspruch hat, sämtliche Kosten vollumfänglich abzudecken. Demnach reichen die Leistungen in den wenigsten Fällen aus, um die anfallenden Pflegeaufwendungen zu begleichen. Auch die Politik ist sich dessen bewusst, weshalb sie im Sinne einer höheren Eigenverantwortung die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung / Pflege-Bahr ins Leben gerufen hat. Zuschüsse werden Ihnen ansonsten erst dann gewährt, wenn Ihr gesamtes Erspartes und etwaige Rentenbezüge nicht ausreichend sind. Können die versicherten Kosten nicht aus eigener Kraft bestreiten, tritt das Sozialamt in Vorleistung. Weil jedoch eine Unterhaltspflicht für Verwandte in gerader Linie besteht, kann das Sozialamt unter bestimmten Voraussetzungen etwa auch die eigenen Kinder zur Kasse bitten. Nur eine Pflegezusatz schützt zuverlässig vor Altersarmut. Mit unserem Vergleichsrechner können Sie die unterschiedlichen Tarife zur Pflegezusatzversicherung vergleichen.

Wir machen Ihnen die Entscheidung leicht

Mit unserem Vergleichsrechner können Sie die Pflegezusatz vieler namhafter Gesellschaften binnen kürzester Zeit vergleichen. Ermöglicht wird dies vor allem durch die einfache Handhabung. Sie geben lediglich Ihr Geburtsdatum, den geplanten Versicherungsbeginn sowie den gewünschten Geldbetrag je Pflegestufe an, schon können Sie die Pflegezusatz vergleichen. Mit dem Vergleich erhalten Sie alle relevanten Aspekte übersichtlich gegenübergestellt. Dabei haben Sie auch die Möglichkeit, nur ganz bestimmte Tarife miteinander zu vergleichen. Hierzu müssen Sie links lediglich ein Häkchen setzen und auf “Vergleichen” klicken. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zur Antragsabwicklung und zu geförderten Tarifen (Pflege-Bahr). Mit dem Vergleichsrechner werden Ihnen auch die Beiträge und damit einhergehende Sparpotentiale angezeigt. Der Vergleich ist für Sie völlig unabhängig und kostenlos.

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