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Pflegezusatzversicherung mit einfachen Gesundheitsfragen

Wer eine Pflegezusatzversicherung abschließt, muss sich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Hierbei werden verschiedene Kriterien wie z.B. Größe und Gewicht erfragt. Diese Gesundheitsfragen sind von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Es gibt „normale“ und „offene Gesundheitsfragen“. Offene Gesundheitsfragen sind Fragen, die man nicht eindeutig mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Bei Gesellschaften mit solchen Gesundheitsfragen sollte man lieber Vorsichtig sein. Jedoch gibt es auch Gesellschaften mit kulanten Annahmebedingungen. Diese Gesellschaften verzichten weitgehend auf „offene Gesundheitsfragen“.  Bei der Antragsstellung bekommt man lediglich eine Aufzählung von Krankheiten. Wenn man mit Gewissheit sagen kann, dass man an keiner dieser Krankheiten erkrankt ist, kann man von der Gesellschaft versichert werden.

Welche Anbieter haben „einfache“ Gesundheitsfragen?

1. Münchener Verein Pflegezusatzversicherung Deutsche PrivatPflege

Gesundheitsfragen:

1 Mir ist bekannt, 
dass für die zu versichernde Person kein Leistungsanspruch besteht, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung

  • bereits Pflegebedürftigkeit besteht oder bereits ein Antrag auf Leistungen aus einer privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt wurde.
  • keine deutsche gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung oder Private Pflegepflichtversicherung) besteht.
  • ein Antrag auf eine Pflegezusatzversicherung innerhalb der letzten 5 Jahre von einem Versicherungsunternehmen abgelehnt wurde.
  • eine anerkannte Schwerbehinderung (Grad der Behinderung/GdB oder Minderung der Erwerbsfähigkeit/MdE) von über 50 besteht.
  • eine der folgenden Krankheiten in den letzten 5 Jahren ärztlich diagnostiziert oder behandelt oder eine weitere Abklärung zur Feststellung einer der folgenden Krankheiten angeraten wurde, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht abgeschlossen ist; diese Einschränkung gilt jedoch nur, wenn mir diese ärztliche Diagnose oder Behandlung oder das ärztliche Anraten bei Antragstellung bekannt sind und die Krankheit für den Eintritt der Pflegebedürftigkeit zumindest mitursächlich ist:

Erkrankungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems:
Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Apallisches Syndrom (Wachkoma), Bewegungskoordinationsstörungen (Ataxien), Creutzfeld-Jacob, Demenz, Epilepsie, Hydrozephalus, Multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Parkinson-Krankheit, Schlaganfall, Querschnittslähmung

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems:
Arterienaneurysma, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankung, Koronarsklerose, periphere arterielle Verschlusskrankheit

Erkrankungen innerer Organe und Stoffwechselerkrankungen:
insulinpflichtiger Diabetes mellitus, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Leberzirrhose, Mukoviszidose, Niereninsuffizienz

Erkrankungen des Immunsystems:
HIV-Infektion, AIDS

Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems:
Arthrose, Muskeldystrophie, Rheuma

Genetische Erkrankungen:
Chorea Huntington, Down-Syndrom (Trisomie 21)

Sonstige Erkrankungen:
Adipositas ab Grad II (BMI > 35), Autismus, chronische offene Wunden, psychische Erkrankungen, Suchterkrankung (Alkohol, Drogen, Medikamente), vorgeburtliche Erkrankungen bei Kindern (z.B. Rötelembryopathie, Zytomegalie-Virus, Toxoplasmose, medikamenten-induzierte Schäden, Alkohol-, Drogenmissbrauchsschäden).

– innerhalb der letzten drei Jahre vor Antragstellung die Erstdiagnose oder die erneute Diagnose (rezidiv) bösartiger Neubildungen (bösartige Tumore) oder Hirntumor erfolgte; diese Einschränkung gilt jedoch nur, wenn mir diese ärztliche Diagnose bei Antragstellung bekannt ist und die Krankheit für den Eintritt der Pflegebedürftigkeit zumindest mitursächlich ist. Wenn ausschließlich Hautkrebs diagnostiziert wurde, ist ein Leistungsanspruch jedoch nicht ausgeschlossen.

2 Ich bestätige, 
dass der Tagessatz für die beantragte Pflegetagegeldversicherung auch zusammen mit sonstigen ergänzenden Pflegetagegeldversicherungen (ohne die staatlich geförderte ergänzende Pflegeversicherung) folgende Beträge nicht überschreiten:

bis zum Eintrittsalter von 9 Jahren
Pflegetagegeld in PG 1: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 2: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 3: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 4: 100 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 5: 120 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)

bis zu einem Eintrittsalter von 10 – 49 Jahren
Pflegetagegeld in PG 1: 15 EUR (häusliche Pflege) bzw. 15 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 2: 40 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 3: 80 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 4: 100 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 5: 120 EUR (häusliche Pflege) bzw. 120 EUR (stationäre Pflege)

bis zu einem Eintrittsalter von 50 – 75 Jahren
Pflegetagegeld in PG 1: 15 EUR (häusliche Pflege) bzw. 15 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 2: 30 EUR (häusliche Pflege) bzw. 100 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 3: 60 EUR (häusliche Pflege) bzw. 100 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 4: 80 EUR (häusliche Pflege) bzw. 100 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 5: 100 EUR (häusliche Pflege) bzw. 100 EUR (stationäre Pflege)

ab einem Eintrittsalter von 76 Jahren
Pflegetagegeld in PG 1: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 2: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 3: 0 EUR (häusliche Pflege) bzw. 0 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 4: 25 EUR (häusliche Pflege) bzw. 50 EUR (stationäre Pflege)
Pflegetagegeld in PG 5: 50 EUR (häusliche Pflege) bzw. 50 EUR (stationäre Pflege)

 

2. Nürnberger Pflegezusatzversicherung PTF / PTS

Gesundheitsfragen:

  • Besteht bereits eine Pflegebedürftigkeit
    oder wurde jemals ein Antrag auf Leistungen aus einer privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt?
  • Besteht oder bestand eine der genannten Erkrankungen
    oder Folgen davon und wurden diese in den letzten 3 Jahren ambulant und/oder 5 Jahren stationär behandelt?
    Diabetes mellitus, Muskeldystrophien, Herzklappenfehler, Leberzirrhose, Arteriosklerose, Multiple Sklerose, Fehlbildung innerer Organe, Blutgerinnungsstörungen, Rheumatoide Polyarthritis, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Bösartige Tumorerkrankungen, Chronisches Nierenversagen, Zustand nach Organtransplantation, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Chromosomale Erbkrankheiten (z. B. Down-Syndrom), Erkrankungen des Nervensystem, (z. B. Amyotrophe Lateralsklerose, M. Parkinson),
    Dialysepflicht, Morbus Crohn, Mukoviszidose, Colitis ulcerosa, Hepatitis C, Wachkoma, HIV, Paresen, Hirnblutung, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Epilepsie, Osteoporose, Schlaganfall/TIA, Aneurysmen, Demenz
  • Fand in den letzten 5 Jahren eine stationäre Behandlung
    in einem Krankenhaus, Sanatorium oder Kuranstalt statt oder ist innerhalb der nächsten 6 Monate eine Operation geplant oder angeraten? (Ausgenommen im Zahnbereich)

3. Württembergische Pflegezusatzversicherung PTPU

Hinweis: Diese „einfachen“ Gesundheitsfragen gelten bis zu einem Tagessatz von 75,-€ (2250 Euro pro Monat). Für höhere Leistungen müssen umfangreichere Gesundheitsfragen beantwortet werden.

Gesundheitsfragen:

  • Besteht eine gesetzliche Pflegeversicherung oder private Pflegepflichtversicherung?
  • Ist der Body-Mass Index (BMI) größer als 36?
    Dieser berechnet sich wie folgt: Teilen Sie das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Meter. Das Ergebnis nochmals durch die Körpergröße in Meter teilen – jetzt haben Sie den Body-Mass Index.
    Beispiel: Körpergröße von 1,80 Meter und Gewicht von 85 Kilogramm.
    Daraus berechnet sich der BMI mit 85 : 1,8 = 47,22 : 1,8 = 26,2 (BMI)
  • Fragen zur Person:
    Größe / Gewicht
  • Wurde bereits ein Antrag
    auf eine private Pflegeversicherung abgelehnt?
  • Besteht oder bestand in den letzten 5 Jahren
    eine Pflegebedürftigkeit, Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit oder eine anerkannte Schwerbehinderung von mindestens 50% oder wurden jemals Anträge auf Leistungen wegen dieser Fälle gestellt?
  • Fanden in den letzten 10 Jahren Behandlungen
    Beratungen oder Untersuchungen statt wegen einer oder mehrerer der folgenden Erkrankungen (durch einen Arzt festgestellt) bzw. stehen noch Testergebnisse zu solchen aus?
    Schlaganfall, Herzinfarkt, koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Herzfehler, Durchblutungsstörung des Gehirns, Erkrankung des Gehirns, Aneurysma (bestehend), Blutgerinnungsstörung, arterielle Verschlusserkrankung, Diabetes Mellitus, Epilepsie, Demenz, Alzheimer, Parkinson, Morbus Huntington, Neurose, Psychose, schwere Depression, Essstörungen, Schizophrenie,
    Suchterkrankung, bösartiger Tumor, Leukämie, HIV Infektion, Mukoviszidose, Multiple Sklerose, systemischer Lupus erythematodes, Rheuma, Polyarthritis, Polyneuropathie, Morbus Bechterew, Osteoporose, Schlafapnoe, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, chronische Pankreatitis, chronische Nierenerkrankung, Nierenversagen, chronische Lebererkrankung, chronische Lungenerkrankung, chronische Muskelerkrankung, chronische Infektionskrankheiten?

4. Allianz PZTB03

Gesundheitsfragen:

  • Fragen zur Person:
    Größe / Gewicht
  • Besteht oder bestand bei Ihnen eine volle Erwerbsminderung/Pflegebedürftigkeit
    und/oder wurde eine Pflegestufe/ein Pflegegrad beantragt? Oder brauchen Sie wegen körperlicher oder geistiger Einschränkungen Hilfe oder Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben (z.B. Medikamentengabe)?
  • Besteht oder bestand bei Ihnen in den letzten 5 Jahren eine der folgenden Erkrankungen?
    a) Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, ALS (amyotrophische Lateralsklerose), Alzheimer, Amputation außer Unfallfolgen, Bewegungskoordinationsstörungen (Ataxien), Chorea Huntington, Demenz, Dialyse, Down-Syndrom (Trisomie 21), HIV Infektion, Multiple Sklerose (MS), Muskeldystrophie, Organtransplantation, Parkinson, Schizophrenie, Wachkoma
    b) Bluter (Hämophilie), chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Hepatitis B/C, Herzinfarkt, Hirnfunktionsstörung, Hirnblutung, Krebs, Lähmungen mit Bewegungseinschränkung, Myasthenia gravis, Rheuma, Schlaganfall
  • Besteht oder bestand in den letzten 12 Monaten
    eine der folgenden Erkrankungen oder waren Sie wegen dieser in Kontrolle/ Nachsorge oder Behandlung (z.B. Medikamente)? Vorsorgeuntersuchungen ohne Befund müssen nicht angegeben werden.
    Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Arthritis, Arthrose, Autismus, Bauchspeicheldrüsenerkrankung, Bluthochdruck, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), chronisch offene Wunde (Dekubitus), Epilepsie, Fibromyalgie, Gehirnhautentzündung (Enzephalitis), Gelenkersatz (TEP), Gerinnungsstörung, Gicht, Herzfehler, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörung, Herzschrittmacher, Wasserkopf (Hydrozephalus), Koronare Herzerkrankung (KHK), Krebs, Leberzirrhose, Mukoviszidose (zystische Fibrose), Nierenfunktionsstörung, Osteoporose, psychische Erkrankungen, Schlafapnoe Syndrom
  • Ab 60 Jahren: Bitte beantworten Sie zusätzlich nachstehende Frage:
    Nehmen Sie regelmäßig mehr als 2 Medikamente ein und/oder bestehen bei Ihnen mehr als 2 chronische Erkrankungen?
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