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Test / Testsieger Pflegeversicherung – Pflegezusatzversicherung 2018

Aktuelle Testergebnisse 2017/2018 zur privaten Pflegeversicherung / Pflegezusatzversicherung

Auch die Anbieter einer privaten Pflegeversicherung oder Pflegezusatzversicherung werden von verschiedenen Institutionen getestet. So hat Finanztest im November 2017 die Anbieter einer Pflegezusatzversicherung getestet. Auch Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money führen in regelmäßigen Abständen einen Anbietertest von Pflegeversicherungen durch.

Achtung: Die Testberichte können zwischen den einzelnen Institutionen stark voneinander abweichen. Grund für diese Abweichungen sind die unterschiedlichen Bewertungskriterien der Testanbieter.

Folgende Kriterien fließen in unterschiedlicher Höhe in die Bewertung ein.

  • Höhe der Absicherung in den einzelnen Pflegegraden
  • Monatsbeitrag
  • Verzicht auf Wartezeiten
  • Beitragsbefreiung im Leistungsfall
  • Dynamik vor und nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit
  • Einmalzahlung im Leistungsfall
  • Eintrittsalter
  • Geltungsbereich
  • Vertragsbedingungen

Achtung: saubere GesundheitsfragenBei fast allen Testverfahren werden die Gesundheitsfragen bei Antragstellung leider nicht berücksichtigt. Doch gerade saubere und eindeutige Gesundheitsfragen sind unserer Meinung nach von entscheidender Bedeutung und mindern die Gefahr einer vor vertraglichen Anzeigepflichtverletzung. Aus diesem Grund finden Sie in unserem Vergleichsrechner zu jedem Tarif die jeweiligen Gesundheitsfragen.

Finanztest 11-2017

Urteil Gesellschaft Tarifname
Sehr Gut Württembergische PTPU
Gut Allianz PZTB03
Befriedigend AXA Vario
Zu den Testergebnissen! Den kompletten Finanztest von November 2017 finden Sie hier.

Ökotest 05-2017: Pflegezusatzversicherung Testsieger

Rang Gesellschaft Tarifname
1 Württembergische PTPU
2 Allianz PZTB03
3 BBKK / UKV PflegePrivat Premium Plus
Zu den Testergebnissen! Den kompletten Ökotest von Mai 2017 finden Sie hier.

Finanztest 05-2015

Rang Gesellschaft Tarifname Benotung
1 Württembergische PTPU Sehr Gut (1,5)
2 Hanse Merkur PA Gut (1,6)
3 Allianz PZTB03 Gut (1,7)
Zu den Testergebnissen! Den kompletten Finanztest von Mai 2015 finden Sie hier.

Finanztest 05-2013

Rang Gesellschaft Tarifname Benotung
1 Hanse Merkur PA Sehr Gut (1,3)
2 DFV PZV Sehr Gut (1,5)
3 Mecklenburgische ProMe Pflege+ Gut (1,7)
Zu den Testergebnissen! Den kompletten Finanztest von Mai 2013 finden Sie hier.

Focus Money 2013- Pflege Bahr Test

Fazit Focus Money: Pflege Bahr Tarife reichen nicht aus, um bei eintretender Pflegebedürftigkeit die anfallenden Kosten zu decken.

Zu den Testergebnissen! Den kompletten Test von Focus Money finden Sie hier.

Private Pflegeversicherung: Tests zur Orientierung nutzen

Die begrenzten Möglichkeiten der gesetzlichen Absicherung für den Fall der Pflegebedürftigkeit brachte eine enorme Vielfalt an privaten Versicherungslösungen hervor. Diese unterscheiden sich jedoch nicht nur in Bezug auf ihre grundlegende Herangehensweise, sondern auch auf die Konditionen und notwendigen Voraussetzungen. Allein die Fülle der Möglichkeiten macht eine Entscheidung schwer, sodass ein seriöser Test durchaus Orientierung geben kann.

Verschiedene Testsieger: Ergebnisse richtig einordnen und ausnutzen

Im Prinzip bedient jede private Krankenversicherung das große Feld der Pflegebedürftigkeit – angefangen bei Pflegepflichtversicherung bis hin zu verschiedenen Varianten von Pflegetagegeld-, Pflegekosten- und Pflegerentenversicherungen sowie Kombinationen daraus. Welche Variante die jeweils beste ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Ausschlaggebend sind die persönlichen Voraussetzungen, die persönlichen Ansprüche und natürlich die finanziellen Möglichkeiten.
Ein Test der Tarife, wie er beispielsweise in größeren Abständen von der Stiftung Warentest, Finanztest, Öko-Test oder auch Focus Money durchgeführt wird, befasst sich mit den Versicherungsbedingungen, den daraus resultierenden Leistungen, aber eben auch dem Preis, den vorhandenen Erfahrungen im Leistungsfall und der Finanzstärke der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Was ein solcher Test nicht leisten kann, ist die Auswahl der optimalen Versicherungslösung. Im Vorfeld sollten Sie sich deshalb mit diesen Grundlagen auseinandersetzen.

Wann ist welche Pflegezusatzversicherung sinnvoll?

Ein erstes Kriterium, das Ihnen bei der Selektion hilft, ist die Frage der Gesundheitsprüfung: Die private Versicherungswirtschaft kalkuliert ihre Beiträge auf der Grundlage einer Risikoabwägung, die sich auf Ihren Gesundheitszustand, Ihr Alter, Ihren Beruf auf der einen Seite und der beantragten Leistung auf der anderen Seite bezieht. Je weniger Vorerkrankungen oder Berufsrisiken zu Buche schlagen und je jünger Sie sind, desto günstiger können Sie den gewünschten Versicherungsschutz erhalten. Im Gegenzug heißt das aber auch, dass Ihnen bestimmte Tarife verwehrt bleiben, sollte Ihr Gesundheitszustand aus Versicherungssicht zu viele Gefahren bergen.

Um trotzdem den wichtigen Versicherungsschutz für den Pflegefall zu erhalten, stehen Ihnen daher verschiedene Wege offen:

Die Pflegetagegeldversicherung

Diese Lösung ist die günstigste, Sie haben eine Gesundheitsprüfung zu absolvieren, um die Beitragsstabilität auf Dauer zu gewährleisten. Im Ernstfall können Sie also abgelehnt oder nur gegen Leistung eines Risikozuschlages angenommen werden. Im Fall der Pflegebedürftigkeit wird der vereinbarte Tagessatz zur freien Verwendung ausgezahlt.

Die Pflegerentenversicherung

Diese Tarife können gegen laufenden und/oder Einmalbeitrag abgeschlossen werden, im Vergleich zum Pflegetagegeld sind diese Tarife relativ teuer. Im Pflegefall wird die vereinbarte Monatsrente zur freien Verfügung ausgezahlt.

Die Pflegekostenversicherung

Diese Lösung wird nur noch selten angeboten, werden hier doch im Pflegefall die Sachleistungen übernommen. Es erfolgt also keine Auszahlung an Sie als Versicherungsnehmern, sondern nur gegen Vorlage der Rechnungen für Pflegedienste oder Hilfsmittel.

Die Pflege-Bahr-Versicherung

Die große Vielfalt an Tariflösungen zur privaten Pflegeversicherung reichte jedoch nicht aus, die immer größer werdenden Probleme im Pflegefall effektiv aufzufangen. Als Lösung wurde eine staatliche Förderung eingeführt. Diese Pflege Bahr Versicherungen stellen eine Sonderform dar, gewährleisten sie doch ein Pflegetage- oder Pflegemonatsgeld in bestimmter Höhe für jeden Pflegegrad – und das ohne Gesundheitsprüfung. Der Staat beteiligt sich mit einem Zuschuss von 60 Euro pro Jahr, erfüllen die Tarife die gesetzlich verankerten Voraussetzungen.

Der Vergleich und somit Test dieser Tarife wird dadurch erschwert, dass die Leistungen sich einerseits entsprechend des festgestellten Pflegegrades aufteilen und die privaten Versicherer andererseits oftmals verschiedene Lösungen miteinander kombinieren. Hier kann nur ein detaillierter Vergleichsrechner weiterhelfen, der die Versicherungsbedingungen, Leistungen und Beiträge explizit einander gegenüberstellt und somit transparent macht.

Es lässt sich also festhalten:
Zunächst stellt sich die Frage nach dem eigenen Gesundheitszustand. Haben Sie noch keine gravierenden Vorerkrankungen, sollte ein Pflegetagegeld die günstigste Pflegezusatzversicherung sein – gefolgt von der Pflegerente. Allerdings gehen die einzelnen Gesellschaften hier unterschiedlich vor, lehnt die eine zum Beispiel bei Bluthochdruck bereits ab, gehen andere hier großzügiger vor und bieten Versicherungsschutz gegen einen Risikozuschlag. Ist der Gesundheitszustand nicht mehr optimal, empfiehlt sich die Pflege-Bahr-Lösung. Naturgemäß ist diese im Vergleich teurer, da es keinerlei Gesundheitsprüfung gibt und somit Leistungsfälle deutlich häufiger vorkommen. Hier hilft ein Test, um sich in der großen Vielfalt der Pflegeversicherungen zurechtzufinden.

Testsieger für jede Versicherungslösung ermitteln

Nach der Entscheidung für die passende Lösung geht es an die Feinarbeit, die Sie mit Hilfe des Vergleichsrechners erledigen können. Einerseits lassen sich die Leistungen detailliert zuschneiden, wie beispielsweise für die ambulante oder die stationäre Pflege. Weitere wichtige Kriterien, die auch regelmäßig im Test untersucht werden, sind

  1. Wartezeiten
  2. Beitragsbefreiung im Leistungsfall
  3. verschiedene Optionsrechte
  4. Möglichkeit der Dynamisierung
  5. Einbeziehung von Einmalzahlungen
  6. Leistungszahlungen auch im Ausland

Sie erhalten eine Ergebnisliste mit den zu Ihren Vorgaben passenden Angeboten und können bei Bedarf auch einzelne Tarife auswählen, um sie Punkt für Punkt zu vergleichen. Nutzen Sie in jedem Fall die einschlägigen Testergebnisse, um sich die Entscheidung zu erleichtern. Hier ein Überblick:

Die Testsieger – Stiftung Warentest

Im November 2017 hatte die Stiftung Warentest einen neuen Vergleich privater Pflegeversicherungen veröffentlicht. Die Testsieger waren:

  • Württembergische – PTPU
  • Deutsche Familienversicherung – Deutschland-Pflege Flex
  • Hanse Merkur PGA-PGS.

Die Stiftung Warentest hatte zuvor die Versicherungsbedingungen sowie das Preis-Leistungsverhältnis der Pflegezusatzversicherungen analysiert.

Die Testsieger – Zeitschrift Ökotest
Der Test von Ökotest wurde bereits im Mai 2017 veröffentlicht und bezog ausdrücklich den Versicherungsbedarf von Kindern mit ein. Hier konnte sich der DKV-Tarif PTG durchsetzen. Die Angebote für Erwachsene wurden in zwei verschiedene Altersgruppen, nämlich 35-Jährige und 65-Jährige, eingeteilt – ebenfalls mit dem DKV-Tarif KPET als Testsieger. Für die Jüngeren kommt nach Ökotest auch die Württembergische mit PTPU in Frage, bei den Älteren der zweite DKV-Tarif PTG.

Die Testsieger – Focus Money
Ein weiterer Test wurde bereits im März 2016 durchgeführt, Focus Money befasste sich gemeinsam mit dem Deutschen Finanz-Service Institut ausschließlich mit den Pflege-Bahr-Tarifen. Bei aller Kritik können diese Tarife insbesondere bei gravierenden Vorerkrankungen eine Alternative darstellen. Abhängig vom konkreten Alter konnten sich folgende Tarife durchsetzen:

  • Allianz – PflegeBahr PZTG02
  • Central – central.pflege
  • ARAG – ARAG FörderPflege PF
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse – FörderPflege
  • Union Krankenversicherung – FörderPflege

Die große Bandbreite der Testsieger

Im Vergleich zu den Ergebnissen vergangener Jahre verteilen sich die Testsieger auf immer mehr Anbieter, was die Entscheidung wiederum schwerer macht. Entscheidend ist offenbar das Alter, denn ein 45-jähriger Kunde ist laut Stiftung Warentest bei der Württembergischen oder der Hanse Merkur gut aufgehoben, ein 55-Jähriger laut Finanztest wiederum bei der Hanse Merkur, der DKV oder der Deutschen Familienversicherung. Im Gegensatz dazu empfiehlt Ökotest die Tarife der Württembergischen nur für jüngere Versicherte, Ältere sollten demnach bevorzugt auf die DKV zurückgreifen.

Allerdings sind über das Preis-Leistungsverhältnis hinaus weitere Aspekte bei der Auswahl einer passenden Pflegeversicherung wichtig: So prüfen sowohl die Hanse Merkur als auch die DKV die Gesundheitsverhältnisse ausgesprochen streng und eignen sich demnach nur für Gesunde. Bei Vorerkrankungen empfehlen sich somit eher die Alternativen, wie beispielsweise Allianz PZTBest, Münchener Verein oder SDK. Testsieger zu sein, ist also nur die eine Seite. Einen konkreten und individuell zugeschnittenen Vergleich durchzuführen, ist somit unerlässlich.