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Private Pflegezusatzversicherung

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Deutschland wird immer älter. Die Lebenserwartung steigt – unter anderem bedingt durch gute medizinische Versorgung – immer weiter. Ein höheres Alter führt auch zu Begleiterscheinungen: Den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zur Folge ist bereits jeder dritte Mitbürger über 80 Jahren pflegebedürftig. Der Gesetzgeber erkannte diese Entwicklung und führte 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung ein, um zumindest eine Grundversorgung sicherzustellen. Doch reicht diese Grundversorgung aus, oder sollte man mit einer Pflegetagegeldversicherung oder einer Pflegerentenversicherung Zusatzvorsorge betreiben?

Was ist vorteilhafter? Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung?

Im Rahmen der Pflegezusatzversicherung können Sie zwischen der Pflegerenten- und einer Pflegetagegeldversicherung wählen.

Unsere Empfehlung: Entscheiden Sie sich lieber für eine Pflegetagegeldversicherung!

Hintergrund 1:

–> Die Pflegerente ist bei gleichen Leistungen 75-125% teurer als die Pflegetagegeldversicherung und damit reiner Luxus.

Preistreiber sind:

  • die Kombination der Pflegerentenversicherung aus Sparvertrag + Risikobeitrag für die Pflegeabsicherung: Ein Teil des Beitrages wird wie in einer Kapitalbildenden Lebensversicherung aktuell zu einem Garantiezins von ca. 0,9 % angelegt.
  • die Möglichkeit, Ihre Beitragszahlung auszusetzen und den Versicherungsschutz – zumindest abgespeckt – zu behalten.
  • das Wahlrecht bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit -anhand der Pflegegrade in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung -oder nach den sogenannten ADLs, Aktivitäten des täglichen Lebens wie Fortbewegen, Aufstehen, Verrichten der Notdurft, An- und Auskleiden, Körperpflege, Essen usw.

Beispielrechnung Pflegetagegeld vs Pflegerente:

In dem nachfolgenden Beispiel sind wir von einer 55.–jährigen Person ausgegangen. Im Bereich der Pflegerentenversicherung haben wir einen Anbieter ausgewählt, welcher in Deutschland regelmäßig vermittelt wird. Nach den Vorgaben dieses Anbieters haben wir eine Pflegetagegeldversicherung im mittleren Preissegment mit annähernd identischen Leistungen rausgesucht. Wohlwollend sind wir davon ausgegangen, dass die nicht garantierten Überschüsse in der Pflegerentenversicherung tatsächlich so wie prognostiziert eintreten.

PflegetagegeldversicherungPflegerentenversicherung
garantierte Absicherunggarantierte Absicherunginkl. nicht garantierter Überschussbeteiligung
Pflegegrad 10,€0,-€0,-€
Pflegegrad 2450,-€346,00€450,00€
Pflegegrad 3750,-€576,00€750,00€
Pflegegrad 41.500,-€1.154,00€1.500,00€
Pflegegrad 51.500,-€1.154,00€1.500,00€
Eintrittsalter55 Jahre55 Jahre
Versicherungsdauerlebenslanglebenslang
Beitragszahlungsdauerlebenslanglebenslang
Beitragsbefreiungab Pflegegrad 2ab Pflegegrad 2
Dynamik5% alle 2 Jahre bis 70. LJ10% alle 3 Jahre bis 80. LJ
Dynamik im Leistungsfall5% alle 2 Jahre bis 70. LJoptional gegen Zusatzbeitrag
Beitrag pro Monat
~ 79,00€~ 138,00€
Garantierter Rückkaufswert bei Kündigung
nach 20 Jahren (kein Leistungsfall)
24.000,00€
– einmaliger Stornoabzug6.000,-€
Auszahlung (kein Leistungsfall)
18.000,00€
Auszahlung nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit (Leistungsfall eingetreten)0,-€
Monatliche Ersparnis59,00€
Ersparnis über 20 Jahre14.160,00€
Zinsertrag bei Anlage der Ersparnis
bei jährlich 3% Verzinsung
5.173,37€
Auszahlung (egal ob Leistungsfall oder nicht)19.333,37€

Goldene Regel

Wichtig!!!

Geldanlage und Absicherung sollten nicht kombiniert werden!

Hintergrund 2:

–> Anpassung in der Pflegerentenversicherung

So argumentieren viele Vermittler:

Der monatliche Zahlbeitrag in der Pflegerentenversicherung bleibt über die komplette Laufzeit stabil. Bei der Pflegetagegeldversicherung dagegen können die Beiträge sogar jährlich angepasst werden.

Grundsätzlich richtig aber:

Was glauben Sie, passiert mit dem Sparanteil in der Pflegerentenversicherung, wenn der Risikobeitrag für die Pflegeabsicherung aufgrund steigender Schadensquoten nicht ausreicht?

Unsere Erfahrungen zur Pflegetagegeldversicherung:

Nur einzelne kleine Versicherungsunternehmen mit sehr lockeren Gesundheitsfragen mussten ihre Beiträge bisher anpassen. Bei großen Unternehmen mit vielen Versicherten und einer ordentlichen Gesundheitsprüfung blieben die Beiträge konstant und wurden wenn überhaupt nur geringfügig angepasst.

Unser Tipp:

Schließen Sie die kostengünstigere Pflegetagegeldversicherung ab. Legen Sie das Geld, was die Pflegerente mehr gekostet hätte, selber bei Seite! So können Sie im Gegensatz zur Pflegerentenversicherung jeder Zeit über Ihr angespartes Kapital frei verfügen.

Hintergrund 3:

–> Einfachere Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung

Viele Anbieter einer Pflegetagegeldversicherung haben einfache und geschlossene Gesundheitsfragen.

Beispiel geschlossene Gesundheitsfrage:

  • Besteht oder bestand bei Ihnen in den letzten 5 Jahren eine der folgenden Erkrankungen?
    Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, ALS (amyotrophische Lateralsklerose), Alzheimer, Chorea Huntington, Demenz, Dialyse usw. ….

So sind zum Beispiel je nach Gesellschaft auch Vorerkrankungen wie Diabetes Typ 1/2, Bluthochdruck, Hautkrebs oder psychische Erkrankungen versicherbar.

Gerade für ältere Menschen besteht in der Pflegetagegeldversicherung wohl eine bessere Chance, noch einen bezahlbaren Schutz zu bekommen.

Private Pflegeversicherung trotz Vorerkrankungen

Auf der folgenden Seite finden Sie eine ausführliche Übersicht, welche Erkrankung, bei welcher Gesellschaft versicherbar ist.

Mehr zum Thema

 

Die Pflegegrade der gesetzlichen Pflegeversicherung

Seit Januar 2017 gelten die Pflegegrade in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die fünf Pflegegrade haben die 3 Pflegestufen ersetzt. Grundlage für die Erneuerung bot das Pflegestärkungsgesetz II. Im Pflegestärkungsgesetz II wurden neue Richtlinien für die Pflege erstellt. Die Gleichstellung von psychisch Kranken mit Pflegebedürftigen aus körperlichen Gründen ist die wichtigste Erneuerung. Auch die Leistungshöhe wurde angepasst. So erhalten Pflegebedürftige durch die Einführung der Pflegegrade mehr Leistungen als zuvor.

Detaillierte Informationen zu den aktuellen Leistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung finden Sie hier.

Reichen die Leistungen für die Tatsächlichen Kosten?

Ist die Unterbringung in einem Pflegeheim erforderlich, schlagen Kosten in Höhe von durchschnittlich 3.500,– Euro zu Buche (Quelle: Statistisches Bundesamt). Gleichzeitig erhält der Pflegebedürftige eine Zahlung in Höhe von 2.005 Euro in Pflegegrad 5. Die Differenz muss aus eigenen Mitteln, also zum Beispiel Altersrente oder Sparguthaben, entrichtet werden. Ist kein hinreichendes Privatvermögen vorhanden, werden Ehepartner, Eltern oder Kinder herangezogen. Dies bedeutet unter Umständen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Angehörigen.

Durch eine Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung kann man gegen die finanzielle Belastung vorsorgen. Es ist somit sinnvoll eine solche Versicherung abzuschließen.

Ø Pflegekosten im Pflegheim

  • So viel muss ein Bewohner im Pflegeheim bezahlen
  • So ermitteln Sie ihre individuelle Pflegelücke
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