Eine private Pflegeversicherung schützt Sie und Ihren Ehepartner vor den finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit!

Private Pflegezusatzversicherung Anbieter einer privaten Pflegeversicherung vergleichen.

Vergleichsergebnis sofort verfügbar

Versorgungslücke schließen

kostenloses Angebot anfordern

–> –> –> Jetzt vergleichen! <– <– <–

Private Pflegezusatzversicherung

Vergleichsergebnis sofort verfügbar

Versorgungslücke schließen

kostenloses Angebot anfordern

Jetzt vergleichen!

Private Pflegeversicherung

Vergleichsergebnis sofort verfügbar

Versorgungslücke schließen

kostenloses Angebot anfordern

Jetzt vergleichen!

Gesetzliche Pflegeversicherung

Pflichtversicherung

Übersicht der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in den Pflegegraden 1-5.
.

Mehr zum Thema

Durchschnittliches Pflegerisiko

Statistik

Private Absicherung ist wichtig! Bereits heute werden jeder zweite Mann und drei von vier Frauen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt 7,2 Jahre.

Private Pflegeversicherung

Übersicht

Welche unterschiedlichen Formen der Absicherung für eine private Pflegeversicherung gibt es?
.

Mehr zum Thema

Checkliste Pflegezusatz

Wichtig!

Worauf Sie beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung achten sollten

Mehr zum Thema

Ehegattenunterhalt

Unterhaltspflicht

Wenn der Ehepartner für die Pflegeheimkosten zu Kasse gebeten wird!

Mehr zum Thema

70 / 70 Regel

  • Ca. 70% der Pflegebedürftigen befinden sich in den Pflegegraden 2 und 3.
    .
  • Ca. 70% der Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt.

Private Pflegeversicherung – individuell und bedarfsgerecht muss sie sein

Ein Thema, das so wichtig wie unangenehm zugleich ist – die Pflege. Denn das Risiko, dass sich das Leben aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit von heute auf morgen grundlegend ändern kann, wird oftmals unterschätzt. Egal aus welchen Gründen, es kann jedem passieren, für einen vorübergehenden Zeitraum oder auch langfristig auf Unterstützung angewiesen zu sein. Eine private Pflegeversicherung bietet in diesen Situationen zuverlässigen Schutz. Sie bewahrt Sie und Ihre Angehörigen vor hohen finanziellen Belastungen und schützt Ihr Vermögen. Es gibt sehr viele verschiedene Arten der Pflegevorsorge und hier ist es besonders wichtig, den Versicherungsschutz an Ihre persönliche Situation anzupassen. Grundsätzlich gilt jedoch: Je früher Sie für den Fall der Pflegebedürftigkeit vorsorgen, desto geringer fallen Ihre Beiträge aus. Bei der großen Tarifvielfalt lohnt sich ein Vergleich nicht nur, er ist auch unerlässlich, um genau den passenden Schutz für Ihre individuellen Lebensumstände zu finden.

Private Pflegeversicherung vergleichen und eine bedarfsgerechte Absicherung erhalten.

Worin unterscheiden sich gesetzliche und private Pflegeversicherung?

Im Jahr 1995 wurde das deutsche Sozialversicherungssystem um den Zweig der Pflegeversicherung ergänzt. Demnach ist jeder Krankenversicherte nun auch pflegeversichert, und zwar dort, wo dessen Krankenversicherung besteht. Zuständige Träger sind die sozialen Pflegekassen. Da es sich um eine Sozialversicherung handelt, wird auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung der Beitrag analog zur Krankenversicherung in Höhe eines gewissen Prozentsatzes direkt vom Gehalt abgeführt. Dieser Beitragssatz beläuft sich in 2020 auf 3,05 %, bei kinderlosen Versicherten über 23 Jahren auf 3,30 %. Je nachdem, wie hoch Ihr monatliches Einkommen ist, zahlen Sie den Satz nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. In 2020 beträgt somit der monatliche Höchstbeitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung 142,96 Euro bzw. 154,69 Euro für Kinderlose.

Privat Krankenversicherte müssen hingegen eine private Pflegepflichtversicherung abschließen und zwar bei derselben Gesellschaft, bei der sie krankenversichert sind. Die Leistungen sind identisch mit denen der sozialen Pflegekassen.

Da die Beiträge nicht individuell kalkuliert werden, sondern dem Solidaritätsprinzip unterliegen, sind auch die Leistungen gesetzlich festgelegt. Diese sind nach Pflegegrade gestaffelt und können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

In der privaten Pflegeversicherung hingegen gestaltet sich die Beitragsermittlung ein wenig anders und hängt nicht von der Einkommenshöhe ab. Grundlage ist hier in erster Linie das Alter bei Vertragsabschluss, entscheidend kann auch der Gesundheitszustand des Versicherten sein. Für die Leistungen sind jedoch ebenfalls die fünf Pflegegrade maßgeblich.

Fazit: Egal ob gesetzlich oder privat krankenversichert, die Leistungen der enthaltenen Pflegepflichtversicherung sind identisch.

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Zum 01.01.2017 wurden in der gesetzlichen Pflegeversicherung die bisherigen Pflegestufen 0-3 durch die Pflegegrade 1-5 ersetzt.

Leistung ab 2017 Pflegegrade 1-5 statt Pflegestufen

Übersicht der monatlichen Pflege-Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung:

Häusliche / ambulante PflegeVollstationäre Pflege
Durch Angehörige /
Bekannte
Durch den ambulanten Dienst
oder teilstationäre Pflege
Pflegegrad 1-*-*125 €
Pflegegrad 2316 €689 €770 €
Pflegegrad 3545 €1298 €1262 €
Pflegegrad 4728 €1612 €1775 €
Pflegegrad 5901 €1995 €2005 €
*+ Entlastungsbetrag bis 125 € monatlich
Häusliche / ambulante
Pflege durch:
Vollstationäre
Pflege
LaienPflegedienst
Grad 1-*-*125 €
Grad 2316 €689 €770 €
Grad 3545 €1298 €1262 €
Grad 4728 €1612 €1775 €
Grad 5901 €1995 €2005 €
*+ Entlastungsbetrag bis 125 € monatlich

Bei der häuslichen Pflege kann man für jeden Pflegegrad einen Entlastungsbetrag beantragen. Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € p. M. kann auch für Pflegesachleistungen verwendet werden.

Was sind Pflegegrade?

In 2017 lösten die fünf Pflegegrade die bis dahin gültigen drei Pflegestufen ab. Der Pflegegrad dient der Beurteilung der Schwere der Pflegebedürftigkeit und wird anhand eines Punktesystems bestimmt. Mithilfe eines umfangreichen Fragenkatalogs bewertet ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen die Stärke der Beeinträchtigung des Pflegebedürftigen. Dies geschieht, indem in sechs unterschiedlichen Lebensbereichen eine gewisse Anzahl an Punkten vergeben wird. Je mehr Punkte, desto größer ist die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit in den jeweiligen Bereichen.

So wird der richtige Pflegegrad ermittelt.

Schritt 1

Erfassung der Selbstständigkeit und Fähigkeiten einer Person in 6 verschiedenen Lebensbereichen (Modulen).

Die Begutachtung sowie die Ermittlung des Pflegegrades wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen durchgeführt.

Modul 1 (Mobilität)

Gewichtung: 10 Prozent

Bewertungskriterien

  • Positionswechsel im Bett
  • Aufstehen vom Bett
  • ins Badezimmer gehen
  • Fortbewegen innerhalb der Wohnung
  • Treppensteigen
  • stabile Sitzposition halten
  • Aufstehen aus sitzender Position
  • Umsetzen
  • sitzender Positionswechsel

.

Modul 2 (Kognitive und kommunikative Fähigkeiten)

Gewichtung: 15 Prozent (gemeinsam mit Modul 3)

Bewertungskriterien

  • örtliche & zeitl. Orientierungsfähigkeit
  • Erkennen von Personen des Umfelds
  • Gedächtnisleistung
  • Entscheidungen treffen
  • Verstehen von Sachverhalten
  • Risiken und Gefahren erkennen
  • Beteiligung an einem Gespräch
  • Alltagsbezogene Handlungen ausführen
  • elementare Bedürfnisse mitteile

Modul 3 (Verhaltensweisen und psychische Problemlagen)

Gewichtung: 15 Prozent (gemeinsam mit Modul 2)

Bewertungskriterien

  • motorische Verhaltensauffälligkeiten
  • selbstschädigendes Verhalten
  • physisch und verbal aggressives Verhalten gegenüber anderen
  • Abwehr von Pflegemaßnahmen
  • sonstige inadäquate Handlungen
  • nächtliche Unruhe
  • Beschädigung von Gegenständen
  • andere vokale Auffälligkeiten
    .

Modul 4 (Selbstversorgung)

Gewichtung: 40 Prozent

Bewertungskriterien

  • selbständige Körperpflege
  • rasieren und kämmen
  • Zahnpflege und Prothesenreinigung
  • Duschen, Baden, Haare waschen
  • An- und Auskleiden
  • Essen und Trinken
  • Benutzen der Toilette
  • Bewältigung von Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Umgang mit Dauerkatheter
    .

Modul 5 (Selbstständige Bewältigung krankheits- oder therapiebedingter Anforderungen)

Gewichtung: 20 Prozent

Bewertungskriterien

  • Medikamenteneinnahme
  • Injektionen
  • Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Blutzuckermessung und -deutung
  • Arzt- und Therapeutenbesuch
  • Umgang mit Prothese und Rollator
  • Verbandswechsel und Wundversorgung bei Stoma
  • Durchführung von Therapiemaßnahmen zu Hause

Modul 6 (Alltagsleben und soziale Kontakte)

Gewichtung: 15 Prozent

Bewertungskriterien

  • Tagesablauf gestalten
  • Ablauf des Tages ändern
  • Ruhen
  • Schlafen
  • selbstständig Beschäftigen
  • Planung in die Zukunft
  • Interaktion mit Personen des nahen und außerhalb des Umfeldes
  • Kontaktpflege
  • Planungen der Zukunft
    .

Mobilität

Das Modul 1 (Mobilität) fließt mit einer Gewichtung von 10 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Bewertungskriterien:

  • Positionswechsel im Bett
  • Aufstehen vom Bett
  • ins Badezimmer gehen
  • Fortbewegen innerhalb der Wohnung
  • Treppensteigen
  • stabile Sitzposition halten
  • Aufstehen aus sitzender Position
  • Umsetzen
  • sitzender Positionswechsel

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Die Module 2 und 3 werden zusammengerechnet und fließen mit einer Gewichtung von 15 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Bewertungskriterien:

  • örtliche & zeitl. Orientierungsfähigkeit
  • Erkennen von Personen des Umfelds
  • Gedächtnisleistung
  • Entscheidungen treffen
  • Verstehen von Sachverhalten
  • Risiken und Gefahren erkennen
  • Beteiligung an einem Gespräch
  • Alltagsbezogene Handlungen ausführen
  • elementare Bedürfnisse mitteile

Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Die Module 2 und 3 werden zusammengerechnet und fließen mit einer Gewichtung von 15 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Bewertungskriterien:

  • motorische Verhaltensauffälligkeiten
  • selbstschädigendes Verhalten
  • physisch und verbal aggressives Verhalten gegenüber anderen
  • Abwehr von Pflegemaßnahmen
  • sonstige inadäquate Handlungen
  • nächtliche Unruhe
  • Beschädigung von Gegenständen
  • andere vokale Auffälligkeiten

Selbstversorgung

Das Modul 4 (Selbstversorgung) fließt mit einer Gewichtung von 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Bewertungskriterien:

  • selbständige Körperpflege
  • rasieren und kämmen
  • Zahnpflege und Prothesenreinigung
  • Duschen, Baden, Haare waschen
  • An- und Auskleiden
  • Essen und Trinken
  • Benutzen der Toilette
  • Bewältigung von Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Umgang mit Dauerkatheter

Selbstständige Bewältigung krankheits- und therapiebedingter Anforderungen

Das Modul 5 (Selbstständige Bewältigung krankheits- und therapiebedingter Anforderungen) fließt mit einer Gewichtung von 20 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Bewertungskriterien:

  • Medikamenteneinnahme
  • Injektionen
  • Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Blutzuckermessung und -deutung
  • Arzt- und Therapeutenbesuch
  • Umgang mit Prothese und Rollator
  • Verbandswechsel und Wundversorgung bei Stoma
  • Durchführung von Therapiemaßnahmen zu Hause

Alltagsleben und soziale Kontakte

Das Modul 6 (Alltagsleben und soziale Kontakte) fließt mit einer Gewichtung von 15 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Bewertungskriterien:

  • Tagesablauf gestalten
  • Ablauf des Tages ändern
  • Ruhen
  • Schlafen
  • selbstständig Beschäftigen
  • Planung in die Zukunft
  • Interaktion mit Personen des nahen und außerhalb des Umfeldes
  • Kontaktpflege
  • Planungen der Zukunft

Schritt 2

Addieren der ermittelten Punkte entsprechend der Gewichtung

= Gesamtpunkte

Schritt 3

Einstufung entsprechend der ermittelten Gesamtpunktzahl in einen der 5 Pflegegrade

Punkte:

12,5 – unter 27

Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

.

Pflegegrad

1

Punkte:

27 – unter 47,5

Erhebliche Beeinträchtigung der
Selbstständigkeit

.

Pflegegrad

2

Punkte:

47,5 – unter 70

Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

.

Pflegegrad

3

Punkte:

70 – unter 90

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

.

Pflegegrad

4

Punkte:

90 – 100

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit
besonderen Pflegeanforderungen

Pflegegrad

5

Pflegegrad 1
=
12,5 – unter 27 Punkte

Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 2
=
27 – unter 47,5 Punkte

Erhebliche Beeinträchtigung der
Selbstständigkeit

Pflegegrad 3
=
47,5 – unter 70 Punkte

Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 4
=
70 – unter 90 Punkte

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegegrad 5
=
90 – 100 Punkte

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit
besonderen Pflegeanforderungen

Was ist eine private Pflegeversicherung?

Die private Pflegeversicherung ergänzt die gesetzliche Absicherung und dient dazu, die persönliche Versorgungslücke zu schließen. Eine Lücke entsteht in jedem Fall, da es sich bei den gesetzlichen Leistungen lediglich um eine Basisabsicherung handelt. Um jedoch die tatsächlich anfallenden Kosten der Pflege decken zu können, ist ein privater Zusatzschutz empfehlenswert und sinnvoll. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Formen einer Pflegeversicherung.

Ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Die Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung fangen die Kosten für eine angemessene Pflege leider nur teilweise auf. Etwa drei Viertel der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, entweder durch Angehörige oder durch einen ambulanten Pflegedienst. Dies ist auch die Lösung, die sich die meisten Betroffenen wünschen. Ein Pflegeheim wird erst dann notwendig, wenn eine häusliche Pflege nicht mehr ausreicht oder nicht gewährleistet werden kann. Gerade jedoch bei häuslicher Pflege durch Angehörige oder Bekannte leistet die soziale Pflegeversicherung nur wenig und dies zudem überwiegend in Form von Sachleistungen.

Ohne eine private Pflegevorsorge kann es schnell zu finanziellen Engpässen kommen.

Durch die Entwicklung der Altersstruktur in Deutschland steigt die Anzahl der älteren Menschen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stetig an. Im Jahr 2060 sollen bereits fast 30 % der Bevölkerung über 67 Jahre alt sein. Zum Vergleich: 1990 waren es 13 %. Mit dem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, irgendwann auf Pflege angewiesen zu sein.

Das Risiko einer Pflegebedürftigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Prozess des Älterwerdens. Durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit können bereits junge Menschen zum Pflegefall werden – auch Kinder. In diesem Fall ist es besonders problematisch, da eventuell viele Jahrzehnte lang hohe Kosten für die Pflege anfallen und das Kind unter Umständen niemals ein selbstständiges Leben führen kann.

Vorteile der privaten Pflegeversicherung

Wenn Sie eine ordentliche private Pflegeversicherung abschließen, haben Sie die Gewähr, dass Sie im Pflegefall umfassend abgesichert sind.

Im Regelfall liegen die anfallenden Kosten einer Pflege deutlich über den Beträgen, die die gesetzliche Pflegeversicherung zahlen kann. Dies gilt auch für den Fall, dass die Pflege ganz oder teilweise von den nahen Angehörigen durchgeführt wird. Viele Personen wünschen sich diese Variante. Allein mit den gesetzlichen Pflegeversicherungsleistungen ist sie allerdings nur schwer zu realisieren. Eine professionelle Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung deutlich besser bezahlt als eine Pflege durch Angehörige. Außerdem sind die Leistungen der privaten Pflegeversicherung meist frei verfügbar. Kaum eine Versicherungsgesellschaft verlangt, dass die pflegebedürftigen Personen oder ihre Angehörigen einen Verwendungsnachweis vorlegen (Ausnahme: Pflegekostenversicherung).

Trumpf im Ärmel dank privater Pflegezusatzversicherung.

Bei einer privaten Pflegeversicherung kann der Geldbetrag, der pro Pflegegrad ausgezahlt wird, nach Bedarf gestaffelt werden. Höhere Leistungen schlagen sich in höheren Beiträgen nieder. Im Gegensatz zur gesetzlichen Pflegepflichtversicherung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie viel Geld er investieren möchte und was ihm eine gute Pflege im Alter, nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung wert ist. Über den Abschluss einer Pflegeversicherung sollte nicht erst im Alter, sondern möglichst frühzeitig nachgedacht werden. Dies hat einerseits den Vorteil, dass das Pflegerisiko sofort oder nach einer geringen Wartezeit abgesichert ist und andererseits, dass die Beiträge noch relativ gering sind. Für die Festlegung der monatlichen oder jährlichen Beiträge zur privaten Pflegeversicherung ist das Einstiegsalter maßgebend. Wer erst kurz vor der Rente oder zu einem späteren Zeitpunkt eine private Pflegeversicherung abschließt, muss mit deutlich höheren Beiträgen rechnen, da das Risiko, in naher Zukunft pflegebedürftig zu werden, deutlich höher als bei jungen Leuten ist.

Pro und Contra der privaten Pflegeversicherung

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Vor- und Nachteile (Pro & Contra) der privaten Pflegeversicherung dargestellt. Gerade durch den demografischen Wandel werden die Kosten einer Pflege auch in Zukunft weiter ansteigen. Die Vorsorge mithilfe einer privaten Pflegeversicherung ist in jedem Fall empfehlenswert und sinnvoll.

Pro

  • finanzielle Absicherung im Pflegefall

  • finanzielle Absicherung der Kinder (Kinder können zur Finanzierung der Pflege verpflichtet werden)

  • Entlastung des Ehepartners (Ehegattenunterhalt)

  • verschiedene Tarifvarianten wählbar
    (Pflegetagegeld, Pflegekosten, Pflege Bahr)

  • Leistungen bereits ab Pflegegrad 1 möglich

  • Leistungen auch bei Pflege durch Angehörige und Laien

  • Vielzahl von Anbietern und Tarifen

  • Tarife mit einfachen Gesundheitsfragen

Contra

  • schwere Vorerkrankungen sind meist nicht versicherbar

  • monatliche Kosten für den Versicherungsschutz

  • keine Garantie des Monatsbeitrages
    (Beitragsanpassungen möglich)

Die unterschiedlichen Möglichkeiten einer privaten Pflegeversicherung

Im Bereich der privaten Pflegeversicherung existiert eine Vielzahl an Varianten und verschiedenen Tarifen. Die wichtigsten Formen sind die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung, die Pflegerentenversicherung sowie der staatlich geförderte Pflege-Bahr.

Am beliebtesten ist die Pflegetagegeldversicherung, bei der ein gewisser Tagessatz vertraglich vereinbart wird und entsprechend dem jeweiligen Pflegegrad zur Auszahlung kommt. Dieses Geld kann zur freien Verfügung verwendet werden.

Unterschiedliche Absicherungsmöglichkeiten in der privaten Pflegeversicherung

Bei der Pflegekostenversicherung muss in der Regel ein Kostennachweis erbracht werden. Sie ist meist günstiger als ein Pflegetagegeld und bezuschusst anteilig die tatsächlich angefallenen Pflegekosten.

Bei der Pflegerentenversicherung handelt es sich um eine Art Kapitallebensversicherung, die auf den Pflegefall abgeschlossen wird. Die Beiträge hierfür sind deutlich höher als die der beiden vorangegangenen Varianten. Die Pflegerentenversicherung leistet im Falle der Pflegebedürftigkeit eine monatliche Rente, deren Höhe vom jeweiligen Pflegegrad abhängt.

Pflege Bahr existiert seit 2013 und wird mit 60 Euro pro Jahr staatlich gefördert. Die Höhe der Absicherung ist jedoch seitens der Gesellschaften vorgegeben und kann nicht individuell vereinbart werden. Aufgrund der niedrigen Absicherung ist der Tarif oftmals günstig, im Preis-Leistungs-Verhältnis verglichen mit einem Pflegetagegeld jedoch wiederum teuer.

PflegetagegeldKombitarife
(Pflegetagegeld + Pflege Bahr)
Pflege BahrPflegerentePflegekosten
Leistungen frei verfügbar?JaJaJaJaNein, Kostennachweis erforderlich
Leistung auch bei häusliche Pflege?JaJaJaJaJa, aber kritisch bei Pflege durch Laien (fehlender Kostennachweis)
Förderfähig?NeinJaJaNeinNein
Wartezeiten?meist 0 Jahre0 – 5 Jahregenerell 5 Jahre0 – 3 Jahre0 – 3 Jahre
Beitragsbefreiung im Leistungsfall?Ja, teilweiseJa, teilweiseNeinJa, teilweiseJa, teilweise
Werden Gesundheitsfragen gestellt?JaJaNeinJaJa
Absicherungshöhe frei wählbar?Ja Ja, teilweiseNein, meist max. 600,-€ in Pflegegrad 5JaJa
BeitragsentwicklungGutRisiko: wegen integrierten Pflege Bahr TarifRisiko: keine Gesundheitsfragen = hohe SchadensquoteGut, aber generell zu teuerGut
DynamikJaJaTeilweiseJaJa

Pflegetagegeld

Pflege Bahr

Kombitarife

(Pflegetagegeld + Pflege Bahr)

Pflegerente

Pflegekosten

Wann sollte man eine private Pflegeversicherung abschließen?

Da für die Beitragskalkulation die beiden Faktoren Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss maßgeblich sind, ist es ratsam, so früh wie möglich über den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung nachzudenken. Je früher Sie also beginnen, desto günstiger wird der Beitrag langfristig ausfallen. Daher ist es durchaus auch sinnvoll, bereits Kinder gegen das Pflegerisiko abzusichern. Denn auch bei Kindern kann ein Schicksalsschlag zu einer Pflegebedürftigkeit führen, was für das Kind selbst und die Eltern eine immense Belastung darstellt. Zudem sind die Beiträge aufgrund des Alters und des meist noch einwandfreien Gesundheitszustandes in diesem Fall noch sehr gering.

Achtung private Pflegeversicherung früh abschließen.

Die Gesundheitsprüfung unterscheidet sich von Gesellschaft zu Gesellschaft. Manche Versicherungsunternehmen bieten Tarife mit einfachen Gesundheitsfragen an. Hier sind nur einige schwere chronische Krankheiten tatsächlich nicht versicherbar. Betrachtet wird meist der Zeitraum der letzten fünf Jahre. Es gibt allerdings Vorerkrankungen, die nicht ins Gewicht fallen und einen Abschluss problemlos ermöglichen. Dies muss immer im Einzelfall geprüft werden. Grundsätzlich gilt für die private Pflegeversicherung: Je jünger und gesünder man beim Einstieg ist, desto besser.

Eine Ausnahme bietet der Tarif Pflege Bahr: Hier werden keine Gesundheitsfragen gestellt. Voraussetzung ist lediglich, dass der Antragsteller noch nicht pflegebedürftig ist. Jedoch muss bei dieser Form der Absicherung eine Wartezeit von fünf Jahren eingehalten werden, bevor überhaupt Ansprüche aus der Pflege Bahr Versicherung enstehen.

Private Pflegeversicherung trotz Vorerkrankungen

Auf der folgenden Seite finden Sie eine ausführliche Übersicht, welche Erkrankung, bei welcher Gesellschaft versicherbar ist.

Mehr zum Thema

Wie hoch sollte die Absicherung sein?

Wichtig ist nun, die Frage zu klären, wie hoch die persönliche monatliche Pflege-Lücke denn tatsächlich ist. Nur so kann eine individuell passende Absicherung erfolgen.

Im schwersten Fall der Pflegebedürftigkeit, nämlich in Pflegegrad 5 bei vollstationärer Pflege, kommen die gesetzlichen 2.005 Euro zum Tragen, welche das Pflegeheim erhält. Oftmals belaufen sich die tatsächlichen Kosten aber auf das Doppelte. Es fallen nicht nur Kosten für Unterkunft und Verpflegung an, das Pflegeheim stellt außerdem Investitionskosten sowie seit 2017 den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil – den EEE – in Rechnung.

Dieser Eigenanteil fällt für jeden Heimbewohner in gleicher Höhe an, unabhängig davon, ob dieser in Pflegegrad 2 oder Pflegegrad 5 eingestuft ist. Das Heim legt seinen jeweiligen Anteil eigenhändig fest. Hier gibt es durchaus regionale Unterschiede. Die entsprechenden Eigenanteile können online in Erfahrung gebracht und miteinander verglichen werden. Man kann zur Vereinfachung mit einem Durchschnittswert von knapp 2.000 Euro kalkulieren.

Sinnvoll ist außerdem, in die Versorgungslücke ein persönliches Taschengeld einzurechnen. In der Summe erhält man nun die monatlichen Kosten bei Pflegebedürftigkeit, denen es die Einnahmen gegenüberzustellen gilt. Diese sind in der Regel die spätere Rente zuzüglich eventueller Zusatzeinkünfte, wie etwa Mieteinnahmen.

Ø Pflegekosten im Pflegheim

  • So viel muss ein Bewohner im Pflegeheim bezahlen
  • So ermitteln Sie ihre individuelle Pflegelücke
Mehr zum Thema

 

Checkliste

Private Pflegeversicherung – Worauf Sie beim Abschluss achten sollten!

BegriffErläuterung
Absicherungshöhe
in den einzelnen
Pflegegraden
Eine vernünftig gewählte Absicherungshöhe ist immer ratsam. Bei allen ungeförderten Pflegezusatz-Tarifen ist die Absicherungshöhe frei wählbar.

Unsere Empfehlung (monatliche Absicherung):

Pflegegrad12345
Häusliche Pflege*300€600€1.050€1.500€2.100€
Vollstationäre Pflege300€2.100€2.100€2.100€2.100€

*(durch Angehörige, Laien oder ambulanten Dienst)

Besonderheit Pflege Bahr:
Die maximale Absicherungshöhe wird von der jeweiligen Gesellschaft festgelegt und ist meist ab einem Eintrittsalter von 45 Jahren auf das gesetzliche Minimum begrenzt.

Pflege Bahr zu wenig (monatliche Absicherung):  

Pflegegrad12345
Häusliche Pflege*60€120€180€240€600€
Vollstationäre Pflege60€120€180€240€600€

*(durch Angehörige, Laien oder ambulanten Dienst)

Die 70 / 70 Regel –> Legen Sie Ihren Fokus auf die richtigen Pflegegrade

  • Ca. 70% der aktuell Pflegebedürftigen befinden sich in den Pflegegraden 2 und 3.
  • Ca. 70% der aktuell Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt.
Leistung auch bei häuslicher Pflege durch LaienViele Gesellschaften erbringen die vereinbarte Leistung egal von wem oder wo Sie sich pflegen lassen.

Laienpflege: Pflege durch Familienangehörige
Verzicht auf
Wartezeiten
Die meisten Anbieter einer Pflegezusatzversicherung verzichten generell auf Wartezeiten.

Besonderheit Pflege Bahr:
Bei einem reinen Pflege Bahr Tarif beträgt die Wartezeit generell 5 Jahre.
Verzicht auf
Karenzzeiten
Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen Eintritt der Pflegedürftigkeit und erstmaliger Auszahlung der Leistung. Karenzzeiten sind in der privaten Pflegeversicherung nicht üblich.
Beitragsfreiheit im
Leistungsfall
Je nach Gesellschaft und Tarif ist eine Beitragsfreiheit ab Pflegegrad 1,2 oder 3 bereits enthalten oder kann gegen Zusatzbeitrag mit eingeschlossen werden.

Sollte der gewünschte Tarif keine Beitragsbefreiung beinhalten, können Sie auch die Absicherung in den Pflegegraden etwas höher wählen um so die fehlende Beitragsbefreiung im Leistungsfall auszugleichen.

Besonderheit Pflege Bahr:
Bei allen reinen Pflege Bahr Tarifen wird keine Beitragsbefreiung angeboten. (gesetzliche Regelung)

EinmalleistungEine zusätzliche Sonderzahlung in Form einer Einmalleistung bei erstmaliger Pflegebedürftigkeit verschafft Ihnen den finanziellen Spielraum für z. B. Wohnungsumbauarbeiten.
DynamikEine Dynamik bietet die Möglichkeit die vereinbarte Leistung in regelmäßigen Abständen anzupassen. Die Möglichkeit einer dynamischen Anpassung ist sehr wichtig, denn nur so können Sie Ihren Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

Wichtig: Entgegen vieler Meinungen ist eine Dynamik niemals ein Pflichtprogramm und kann auf Wunsch problemlos ausgesetzt werden.
Einfacher
Nachweis der
Pflegebedürftigkeit
Die meisten Gesellschaften verzichten auf eine separate Prüfung und richten sich nach dem Einstufungsbescheid der gesetzlichen Pflegeversicherung.
BeitragsstabilitätGerade bei kleinen Gesellschaften oder bei den angebotenen Pflege Bahr Tarifen (ohne Gesundheitsprüfung) ist das Risiko stark steigender Beiträge sehr hoch.
GeltungsbereichGeltungsbereich ist der Bereich in dem der Versicherungsschutz gewährleistet wird. Die meisten Gesellschaften bieten Versicherungsschutz im Gebiet der Europäischen Union, teilweise sogar weltweit.
Verzichtet der
Versicherer auf das ordentliche Kündigungsrecht
Wenn eine Gesellschaft nicht auf ihr Recht zur ordentlichen Kündigung verzichtet, kann diese Sie „ohne Angabe von Gründen“ aus dem bestehenden Vertrag kündigen.
Geschlossene GesundheitsfragenGesundheitsfragen die eine einfache und eindeutige Antwort ermöglichen: Zu diesen gehören gezielte Fragen nach bestimmten Diagnosen. Bei offenen Gesundheitsfragen (wie z. B.: Wurden Sie in den letzten 5 Jahren ärztlich beraten, behandelt oder untersucht?) riskieren Sie unwissentlich Falschangaben. Der Versicherer kann auch in diesem Fall die Leistung verweigern.
Absicherungshöhe in den einzelnen Pflegegraden

Eine vernünftig gewählte Absicherungshöhe ist immer ratsam. Bei allen ungeförderten Pflegezusatz-Tarifen ist die Absicherungshöhe frei wählbar.

Unsere Empfehlung (monatliche Absicherung):

GradHäusliche
Pflege*
Vollstationäre
Pflege
1300€300€
2600€2.100€
31.050€2.100€
41.500€2.100€
52.100€2.100€

*(durch Angehörige, Laien oder ambulanten Dienst)

Besonderheit Pflege Bahr:
Die maximale Absicherungshöhe wird von der jeweiligen Gesellschaft festgelegt und ist meist ab einem Eintrittsalter von 45 Jahren auf das gesetzliche Minimum begrenzt.

Pflege Bahr zu wenig (monatliche Absicherung):  

GradHäusliche
Pflege*
Vollstationäre
Pflege
160€60€
2120€120€
3180€180€
4240€240€
5600€600€

*(durch Angehörige, Laien oder ambulanten Dienst)

Die 70 / 70 Regel –> Legen Sie Ihren Fokus auf die richtigen Pflegegrade

  • Ca. 70% der aktuell Pflegebedürftigen befinden sich in den Pflegegraden 2 und 3.
  • Ca. 70% der aktuell Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt.
Leistung auch bei häuslicher Pflege durch Laien

Viele Gesellschaften erbringen die vereinbarte Leistung egal von wem oder wo Sie sich pflegen lassen.

Laienpflege: Pflege durch Familienangehörige

Verzicht auf Wartezeiten

Die meisten Anbieter einer Pflegezusatzversicherung verzichten generell auf Wartezeiten.

Besonderheit Pflege Bahr:
Bei einem reinen Pflege Bahr Tarif beträgt die Wartezeit generell 5 Jahre.

mehr zum Thema

Verzicht auf Karenzzeiten

Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen Eintritt der Pflegedürftigkeit und erstmaliger Auszahlung der Leistung. Karenzzeiten sind in der privaten Pflegeversicherung nicht üblich.

mehr zum Thema

Beitragsbefreiung im Leistungsfall

Je nach Gesellschaft und Tarif ist eine Beitragsfreiheit ab Pflegegrad 1,2 oder 3 bereits enthalten oder kann gegen Zusatzbeitrag mit eingeschlossen werden.

Sollte der gewünschte Tarif keine Beitragsbefreiung beinhalten, können Sie auch die Absicherung in den Pflegegraden etwas höher wählen um so die fehlende Beitragsbefreiung im Leistungsfall auszugleichen.

Besonderheit Pflege Bahr:
Bei allen reinen Pflege Bahr Tarifen wird keine Beitragsbefreiung angeboten. (gesetzliche Regelung)

mehr zum Thema

Einmalleistung

Eine zusätzliche Sonderzahlung in Form einer Einmalleistung bei erstmaliger Pflegebedürftigkeit verschafft Ihnen den finanziellen Spielraum für z. B. Wohnungsumbauarbeiten.

Dynamik

Eine Dynamik bietet die Möglichkeit die vereinbarte Leistung in regelmäßigen Abständen anzupassen. Die Möglichkeit einer dynamischen Anpassung ist sehr wichtig, denn nur so können Sie Ihren Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

Wichtig: Entgegen vieler Meinungen ist eine Dynamik niemals ein Pflichtprogramm und kann auf Wunsch problemlos ausgesetzt werden.

mehr zum Thema

Einfacher Nachweis der Pflegebedürftigkeit

Die meisten Gesellschaften verzichten auf eine separate Prüfung und richten sich nach dem Einstufungsbescheid der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Beitragsstabilität

Gerade bei kleinen Gesellschaften oder bei den angebotenen Pflege Bahr Tarifen (ohne Gesundheitsprüfung) ist das Risiko stark steigender Beiträge sehr hoch.

mehr zum Thema

Geltungsbereich

Geltungsbereich ist der Bereich in dem der Versicherungsschutz gewährleistet wird. Die meisten Gesellschaften bieten Versicherungsschutz im Gebiet der Europäischen Union, teilweise sogar weltweit.

Verzichtet der Versicherer auf das ordentliche Kündigungsrecht

Wenn eine Gesellschaft nicht auf ihr Recht zur ordentlichen Kündigung verzichtet, kann diese Sie „ohne Angabe von Gründen“ aus dem bestehenden Vertrag kündigen.

mehr zum Thema

Geschlossene Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen die eine einfache und eindeutige Antwort ermöglichen: Zu diesen gehören gezielte Fragen nach bestimmten Diagnosen. Bei offenen Gesundheitsfragen (wie z. B.: Wurden Sie in den letzten 5 Jahren ärztlich beraten, behandelt oder untersucht?) riskieren Sie unwissentlich Falschangaben. Der Versicherer kann auch in diesem Fall die Leistung verweigern.

mehr zum Thema

Zusätzliche Tipps zur Absicherung

Achten Sie beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung auf die Beitragsbefreiung. Sieht der Tarif keine Beitragsbefreiung im Falle der Pflegebedürftigkeit vor, erhalten Sie zwar die vereinbarten Leistungen aus Ihrem Vertrag, müssen hiervon aber stets den weiterhin zu zahlenden Beitrag abziehen. Eine entsprechende Befreiung bietet im Umkehrschluss mehr finanziellen Freiraum. Tarife nach dem Pflege-Bahr Modell beinhalten grundsätzlich keine Beitragsbefreiung im Leistungsfall.

Ebenso ist der Einschluss einer Dynamik der Beiträge und Leistungen ratsam. Je nachdem, wann die Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, vergehen noch viele Jahre und Jahrzehnte bis zum tatsächlichen Eintritt der Pflegebedürftigkeit. Die vereinbarten Summen werden zu diesem Zeitpunkt unter Umständen nicht mehr ausreichen, da die Pflegekosten steigen. Eine Dynamik fängt diese steigenden Kosten sowie die Inflation ein wenig auf.

Des Weiteren gilt es, auf eventuell im Tarif hinterlegte Karenzzeiten zu achten. Diese können im Pflegefall zu finanziellen Schwierigkeiten führen, da Tarife mit einer Karenz erst nach einem gewissen Zeitraum, wie etwa drei Monate nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit, leisten.

Vergleichsrechner für die private Pflegeversicherung

Mit nur wenigen Klick´s können Sie mit unserem Vergleichsrechner für die private Pflegeversicherung verschiedene Gesellschaften und Tarife vergleichen.

Im Gegensatz zu anderen Pflegezusatz – Vergleichsrechnern, wo Sie je Gesellschaft und Tarif maximal 4 verschiedene Absicherungsvarianten erhalten, können Sie bei uns in jedem Tarif über den Reiter „Tarif anpassen“ alle Varianten und Zusatzbausteine berechnen.

Ist die passende Pflegeversicherung gefunden, können Sie direkt im Vergleichsrechner ein Angebot inkl. Vertragsbedingungen und Antragsunterlagen anfordern. Diese erhalten Sie dann wunschgemäß per Email oder Post.

Grunddaten eingeben

  • 1. Geburtsdatum
    Geben Sie bitte Ihr Geburtsdatum ein.

  • 2. Geplanter Versicherungsbeginn
    Auswahl des gewünschten bzw. geplanten Versicherungsbeginns.

  • 3. Gewünschte Absicherung
    Hier können Sie zwischen Gering | Mittel | Hoch wählen oder die Absicherung je Pflegegrad indiviuell festlegen.

  • 4. Erstinformation
    Bestätigen der Erstinformation

  • 5. Tarife berechnen
    Klicken Sie auf Tarife berechnen um zum nächsten Schritt zu gelangen.

  • 6. Tarifart wählen
    Wählen Sie zwischen der Tarifart „Pflegetagegeld“ oder Pflege Bahr“

Tools & Filter im Vergleichsrechner

  • Pflegelückenrechner
    Berechnen Sie Ihre individuelle Pflegelücke je Pflegegrad und Art der Pflege.

  • Leistungsfilter
    Filtern der Tarife nach Beitragsbefreiung, Verzicht auf Wartezeiten, einfache Gesundheitsfragen usw..

  • Krankheitsfilter
    Filtern der Tarife nach versicherbaren Vorerkrankungen.

Tools & Informationen im Vergleichsrechner je Tarif

  • Tarifinformationen
    Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum jeweiligen Tarif.

  • Tarif anpassen
    Hier können Sie die Höhe der Absicherung für jeden Tarif indiduell anpassen und angebotene Zusatzbausteine mit anwählen.

  • Gesundheitsfragen
    Diese Gesundheitsfragen werden von der jeweiligen Gesellschaft bei Antragsstellung abgefragt.

  • PDF´s und mehr
    Hier finden Sie von jedem Tarif die Tarifbedingungen, AVB, Prospekt usw..

Testergebnis – Private Pflegeversicherung: Focus Money | Stiftung Warentest (Finanztest) | Ökotest

In regelmäßigen Abständen werden die Tarife zur privaten Pflegeversicherung von Focus Money | Stiftung Warentest (Finanztest) und Ökotest unter die Lupe genommen.

Hier gelangen Sie zu den aktuellen Testergebnissen

Was tun bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit?

Tritt der Pflegefall ein, ist es am besten, als Erstes den Kontakt zu der jeweiligen Pflegekasse herzustellen. Diese bieten eine Pflegeberatung an, die jeder in Anspruch nehmen kann. Es gibt auch private Beratungsstellen. Befindet sich der Pflegebedürftige in einer Klinik, so ist der Kontakt zum Sozialdienst des Krankenhauses sinnvoll. Dieser berät und informiert über die nächsten Schritte.

Imnächsten Schritt ist es wichtig, schnellstmöglich bei der zuständigen Pflegekasse einen Pflegegrad zu beantragen. Der Pflegegrad ist Voraussetzung dafür, dass Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit bezogen werden können. Der Antrag kann formlos gestellt werden, also schriftlich, telefonisch, per E-Mail oder Fax. Empfohlen wird in jedem Fall, aufgrund der besseren Nachvollziehbarkeit, diesen schriftlich zu stellen. Daraufhin übersendet die Pflegekasse ein Formular, das ausgefüllt und anschließend wieder eingereicht werden muss.

Im Anschluss erfolgt eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) oder aber, bei Privatversicherten, durch die Firma MEDICPROOF. Der Einstufung in einen der fünf Pflegegrade liegt ein bestimmtes Prüfverfahren zugrunde, das der Gutachter anwendet. Danach teilt der MDK das Ergebnis der Pflegekasse mit. Der Versicherte erhält anschließend den Bescheid über den festgestellten Pflegegrad. Gegen diesen Bescheid kann er grundsätzlich Widerspruch einlegen – beispielsweise dann, wenn die Einstufung zu niedrig ausfiel oder gar kein Pflegegrad anerkannt wurde.

Die ersten wichtigen Schritte beim Eintritt der Pflegebedürftigkeit.

Gleichzeitig stellt sich die generelle Frage nach der Art der Pflege. Soll diese ambulant oder stationär erfolgen? Kann ein Angehöriger pflegen oder ist eine Kombination aus ambulantem Pflegedienst und Pflege durch ein Familienmitglied am sinnvollsten? Eventuell kann auch eine teilstationäre Pflege eine Lösung sein. Hier befindet sich der Pflegebedürftige entweder in Tages- oder Nachtpflege und die verbleibende Zeit zu Hause in seiner gewohnten Umgebung. Oftmals ist in der teilstationären Pflege auch ein Hol- und Bringdienst integriert. Ist eine stationäre Pflege notwendig, steht nun die Auswahl des Pflegeheims an. Eine Alternative ist die Möglichkeit eines betreuten Wohnens, bei dem der zu Pflegende in einer Mietwohnung der Pflegeeinrichtung lebt und mit ihr einen Vertrag über Pflegeleistungen schließt – individuell nach Bedarf und nach Schwere der Pflegebedürftigkeit. Kann der Betroffene seinen Alltag noch überwiegend selbstständig gestalten, ist dies eine geeignete Option.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist selbstverständlich die Finanzierung der Pflege. Sobald ein Pflegegrad anerkannt wurde, steht fest, wie hoch der Anspruch aus der gesetzlichen Pflegekasse ist. Besteht zusätzlich eine private Pflegeversicherung, kommen auch hier Leistungen, je nach Pflegegrad, zur Auszahlung.

Für den Fall, dass eine Pflegebedürftigkeit eintritt, ist eine Vorsorgevollmacht empfehlenswert. Sie stellt sicher, dass eine nahestehende Person im Sinne des Vollmachtgebers wichtige Entscheidung treffen und sich um ärztliche Maßnahmen, Therapien und die Unterbringung im Pflegefall kümmern darf. Mit einer Vorsorgevollmacht lässt sich zudem die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers umgehen.

Aktuelles

Private Pflegeversicherung für Rentner. Übersicht / Vergleich der Tarife und Gesellschaften

Private Pflegezusatzversicherung für Rentner

…weiter

Übersicht zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: Definition, Unterschiede, Voraussetzungen, Antrag

Kurzzeitpflege & Verhinderungspflege
in der Pflegeversicherung  

…weiter

Informationen zu den Anbietern einer privaten Pflegezusatzversicherung, welche auch einer Arthritis die gewünschte Pflegeabsicherung bieten.

Pflegeversicherung trotz Arthritis

…weiter